Stendal l Revolution! Was heute für die Digitalisierung gilt, galt vor über 550 Jahren für den Buchdruck. Die Mühsal und Exklusivität der handgeschriebenen Bücher wurde abgelöst durch die Erfindung beweglicher Lettern. Bücher aus dieser ersten Zeit – sie werden Wiegendrucke oder lateinisch Inkunabeln genannt – gelten inzwischen als Schätze und staunenswerte Zeitzeugen. Drei solcher Schätze verwahrt das Altmärkische Museum in Stendal und wird sie am Internationalen Museumstag (Sonntag, 13. Mai) zeigen.

Museologin Silke Junker erzählt jeweils um 14 und 16 Uhr von den Besonderheiten des „Sachsenspiegels“ (gedruckt 1488 in Stendal), des Plenariums (Mitte, 1484) – einem Handbuch für Gottesdienste – sowie des Messbuchs (1480). Herkunft, Inhalt, Gestaltung sollen eine Rolle spielen.

Ex-Libris-Stempel anfertigen

Um das Buch als Eigentum zu kennzeichnen, gab es einst die grafisch ansprechenden Ex-Libris-Blätter oder -Stempel. Solche Stempel können von 14 bis 16 Uhr unter Anleitung von Museumsleiterin Gabriele Bark angefertigt werden. Der Eintritt ist frei, geöffnet ist das Museum am Sonntag von 13 bis 18 Uhr.