Stendal l Jules Verne träumte von einer Reise in 80 Tagen um die Welt, in der Stendaler Musik- und Kunstschule geht es am 23. Juni ab 18 Uhr mit 80 Instrumenten rund um die Welt. So lautet das Motto des mittlerweile 22. Sommerfestes Stendalia incognita. „Wir haben ein buntes Programm zusammengestellt“, sagte der amtierende Schulleiter Benjamin Ulrich. Und darin wird sich auch das Motto der Veranstaltung widerspiegeln. Früh­erziehung, Kinderchor, Chor und die Bigband als krönender Abschluss gehören zu den Höhepunkten des Programms, durch das Hannes Rühlmann, Vorstandsmitglied im Förderverein, führen wird.

Dem Verein kommen auch alle Einnahmen des Festes zugute, angefangen beim Eintritt. „Viele fragen sich, wieso wir als öffentliche Musikschule Eintritt verlangen, aber das ist die Antwort, es ist für den guten Zweck“, sagte Ulrich. „Derzeit sammeln wir für ein Fagott“, sagte Vereinsvorsitzender Guido Hinz. 5000 Euro müssen für das vorgesehene Leih- und Schülerinstrument auf den Tisch gelegt werden, gut ein Fünftel der Summe ist bereits zusammengekommen.

Kostümwettbewerb

Neben dem musikalischen Unterhaltungsprogramm sind auch kulinarische Köstlichkeiten fester Bestandteil des Sommerfestes. Auch dafür laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, wird doch das weltoffene Motto auch bei den Speisen aufgegriffen. Ausgefallenste Neuerung auf dem Menüplan wird wohl ein vegetarisches Gericht aus Mexiko sein. Wer sich etwas zu essen holt, verwöhnt nicht nur seinen Gaumen, sondern tut ebenfalls ein gutes Werk für den Förderverein und unterstützt die Musik- und Kunstschule. Als Besucher ist man beim Sommerfest nicht zum Passivsein verdammt. „Wir werden unter anderem ein Quiz haben“, kündigte Rühlmann an. Außerdem sind auch zwei Wettbewerbe ausgeschrieben. Gesucht werden das exotischste Musikinstrument und das ausgefallenste Kostüm.

Sommerfest Musikschule Stendal

Stendal (dly) l Die Musik- und Kunstschule Stendal hat ihr Sommerfest "Stendalia incognita" in diesem Jahr unter dem Motto "Märchenhafte Mittsommernacht" gefeiert. Auf der Bühnen präsentierten sich viele der Musikschüler.

  • Sebastian Socha begleitete die Kinder der musikalischen Früherziehung bei ihrem Auftritt. Foto: Gerhard Draschowski

    Sebastian Socha begleitete die Kinder der musikalischen Früherziehung bei ihrem Auftritt. Fo...

  • Im Musikschulgarten blieb kein Platz leer. Foto: Gerhard Draschowski

    Im Musikschulgarten blieb kein Platz leer. Foto: Gerhard Draschowski

  • Die Kinder der musikalischen Früherziehung traten als Wichtelmänner auf. Foto: Gerhard Draschowski

    Die Kinder der musikalischen Früherziehung traten als Wichtelmänner auf. Foto: Gerhard ...

  • Die Streichegruppe spielte

    Die Streichegruppe spielte "Feier im Hühnerstall". Foto: Gerhard Draschowski

  • Mit dem

    Mit dem "Elfentanz" unterhielt das Blockflötenensemble. Foto: Gerhard Draschowski

  • Schneeweißchen und Rosenrot spielte auf dem Klavier den

    Schneeweißchen und Rosenrot spielte auf dem Klavier den "Rosenwalzer". Foto: Gerhard Drascho...

  • Der Kinderchor überzeugte mit Gesang und Stabspielen. Foto: Gerhard Draschowski

    Der Kinderchor überzeugte mit Gesang und Stabspielen. Foto: Gerhard Draschowski

  • Erstmals zu erleben war das Cajon-Ensemble. Foto: Gerhard Draschowski

    Erstmals zu erleben war das Cajon-Ensemble. Foto: Gerhard Draschowski

  • Am Ende des Programm traten der Ileborgh-Chor, das Blockflötenensemble und eine Cellistin gemeinsam auf. Foto: Gerhard Draschowski

    Am Ende des Programm traten der Ileborgh-Chor, das Blockflötenensemble und eine Cellistin ge...

  • Auch Domkantor Johannes Schymalla und seine beiden Söhne hatten sich für das Fest kostümiert. Foto: Gerhard Draschowski

    Auch Domkantor Johannes Schymalla und seine beiden Söhne hatten sich für das Fest kost&...

  • "Happy Harry" hieß das Stück, das das Fagottensemble zum Programm beisteuerte. Foto: Ge...

  • Petra Dette und Nico Stiller, Vorstandsmitglieder im Förderkreis, kamen als Weinkönigin und gestiefelter Kater zum Sommerfest. Foto: Gerhard Draschowski

    Petra Dette und Nico Stiller, Vorstandsmitglieder im Förderkreis, kamen als Weinkönigin...

Verkleiden ist nämlich ausdrücklich erwünscht bei Stendalia incognita. Bei der ersten Auflage im Juni 1997 war es als mittelalterliches Fest gestartet. So empfing Musikschuldirektor Michael Hentschel die Gäste als Adam Ileborgh. Dazu zählte Oberbürgermeister Volker Stephan, der als Waldschrat verkleidet kam, aber auch zahlreiche Hexen und andere wundersame Wesen. Und so wie es der Name versprach, waren viele so gut verkleidet, dass sie nicht wiederzuerkennen, eben inkognito, waren.