Auf zum Birnentag

Der „Altmärker Birnentag“ findet am Sonntag, 16. September, von 10 bis 18 Uhr auf dem Gutshof in Welle statt. Motto: „Vielfalt der Birne in Form und Geschmack“.

Es präsentieren sich Baumschule, Imker, Obstbrennerei, Bodenbiologe, Ökodorf, Kunstmaler und der Verein „Kulturlandschaft Altmark“. Birnensorten können verkostet werden. Es gibt Blechkuchen aus dem Steinbackofen sowie Obstbrände und Säfte aus Weller Wiesenobst.

Welle l Das Obst an altmärkischen Alleen hat‘s nicht leicht: Da fällt es, prall und saftig, auf die Straße und wird glattweg überfahren. Plumps, rausch, rumpel, flatsch... Doch wer pfiffig ist, fährt nicht übers Obst drüber, sondern sammelt es rechtzeitig ein und macht was draus. So wie Ruth Schwarzer. Die Vorsitzende des im Juli gegründeten Vereins „Kulturlandschaft Altmark“ kann man gut und gern als Birnen-Expertin bezeichnen. Sie liebt dieses Obst und kennt sich damit aus. An die 50 Sorten hat sie allein in der Altmark schon ausfindig gemacht und lernt bei aller schon vorhandener Expertise immer noch was dazu. Eines steht für sie fest: „Die Vielfalt, die wir hier haben, ist schon irre! Und die gilt es zu erhalten.“

Diese Vielfalt kennenlernen und dabei vom Wissen der Obst-Auskenner profitieren kann man beim nächsten Altmärker Birnentag am Sonntag, 16. September, auf dem Gutshof Welle. Das ist nicht nur der offizielle Vereinssitz, sondern auch von Anbeginn Gastgeber des Birnentags und selbst Hort eines alten Obstbaumbestands.

Birne ist nicht gleich Birne

Dass Birne nicht gleich Birne ist, zeigt allein schon die Formen- und Farbenvielfalt der Früchte, die Ruth Schwarzer zur Verbildlichung für die Volksstimme auf ihrem Gartentisch arrangiert hat. Und dann ist da ja noch der Geschmack. Und die Reifezeit. Und die Lagerung. Und die Zubereitungsvarianz. Und die Möglichkeit, einen geliebten alten Baum zu vermehren oder zu veredeln.

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Über all das möchten die Akteure des 5. Altmärker Birnentags informieren, der Schwerpunkt liegt dabei auf der frischen Birne. „Die muss man nicht zwangsläufig direkt nach der Ernte verarbeiten“, sagt Schwarzer, „die Genussreife reicht von Juli bis März, je nach Sorte.“ Am 16. September wird es dazu Vorträge, Info-Stände und auch die Möglichkeit der Verkostung geben: „Ich werde auch abschreckende Beispiele dabeihaben“, sagt Schwarzer und ihre Mimik kräuselt sich vielsagend.

Keine Sortenbestimmung

Eines allerdings wird es nicht geben: eine Sortenbestimmung. „Das ist teilweise sehr aufwendig und nicht immer eindeutig. Es gibt 15 verschiedene Merkmale.“ Am Beispiel der „Köstlichen von Charneux“ wird Ruth Schwarzer das anschaulich machen. Anschauung hat man übrigens schon auf dem Weg nach Welle: Man fährt eine wunderschöne Birnbaum-Allee entlang. Die ein oder andere Frucht liegt dann sicher wieder unten. Und Sie wissen ja: nicht drüberfahren!