Kläden/Halle l „Kelles Klädener Suppenmanufaktur“ wurde in Halle der Inklusionspreis „Mosaik“ für Mitteldeutschland in der Kategorie „Unternehmen“ (insgesamt vier Kategorien) verliehen. Der Verein „Mit Handicap leben“ aus der Saalestadt vergab bereits zum vierten Mal den mit 300 Euro dotierten Preis. Die Verleihung des Inklusionspreises steht unter der Schirmherrschaft von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow. „Ich habe von Ihrer Manufaktur schon von meinem Amtskollegen Haseloff gehört“, erzählte Ramelow Antje Mandelkow, Inhaberin des altmärkischen Unternehmens.

Betrieb auf Belange Behinderter ausrichten

Von der Lobrede selbst zeigte sich Mandelkow beeindruckt. So war unter anderem zu hören: „Von Anfang an bemühte sich Frau Mandelkow, Menschen mit Handicap in ihre Mitarbeiterschaft zu integrieren. Mit großem Erfolg ist das für derzeit zehn Mitarbeiter mit Behinderung gelungen.“ Und Frieder Badstübner, Geschäftsführer der Christlichen Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe sowie Laudator, stellte fest: „Inklusion heißt, seinen Betrieb auf die Belange Behinderter auszurichten“ – und nicht den Behinderten an den Betrieb anzupassen. „Uns sind bisher kaum Unternehmen bekannt geworden, in denen Menschen mit Behinderung so intensiv nicht nur einen Arbeitsplatz, sondern quasi eine soziale Heimat gefunden haben“, stellte Badstübner heraus.

Im Rahmen der Preisverleihung gab es eine Diskussionsrunde zum Thema „Toleranz, Vielfalt und Teilhabe – Damals und Heute“. Neben Bodo Ramelow und Sebastian Krumbiegel (Sänger der Prinzen)beteiligten sich an der Runde auch Nadine Sabath (Redakteurin Radio Frei aus Thüringen und Vorstand der Ortsgruppe Erfurt des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringen) sowie Katharina Brederlow (Sozialdezernentin der Stadt Halle). Krumbiegel sorgte zudem noch am Flügel für einen musikalischen Beitrag.