Birkholz/Cobbel l „20 Euro für einen Meter Weg für Alle“, steht auf der Einladung zum Spendenauftakt am 23. März. Der soll auf der Gemarkungsgrenze zwischen den beiden Dörfern stattfinden, wo an dem Tag auch ein neuer Grenzstein enthüllt werden wird. Organisiert wird der Aktionstag von der Initiativgruppe „Ein Weg für Alle. Lückenschluss Birkholz-Cobbel“.

Das Ganze ist als Auftakt gedacht für ein dreiviertel Jahr, in dem die Initiatoren des Lückenschlusses zwischen Tangerhütte und dem Elberadweg rund 50.000 Euro an Spenden einwerben wollen. Dieses Geld wird als Eigenanteil gebraucht, wenn der Weg hoffentlich Hilfe von Fördermitteln für nachhaltige Mobilität für Radverkehrsanlagen und Infrastruktur gebaut werden soll.

Gesamtkosten: 500.000 Euro

Voraussichtlich 500.000 Euro wird das etwa drei Kilometer lange Stück Geh- und Radweg zwischen Cobbel und Birkholz kosten. Es soll in Zukunft das gefahrlose Passieren einer recht gut befahrenen aber schmalen Ortsverbindungsstraße auch für Kinderwagen, Inliner, Radfahrer, Dreiräder oder Rollstühle möglich machen, das wünschen sich die Anwohner.

Viele Treffen und Termine zur Absprache, zur Vorbereitung des Flyers und mehr habe in den vergangenen Monaten stattgefunden. Begonnen hatte alles im Spätsommer 2017 mit der Idee, im Notfall auch selbst für den Weg zu schippen. Davon ist man inzwischen abgekommen, für ein solches Projekt braucht es vor allem Geld. Und das soll über die Spendensammlung – ähnlich wie bei der „Aktion Dachschaden“ für das Neue Schloss zusammen kommen.

Seit 2010 in Planung

Inzwischen haben die Initiatoren des Lückenschlusses in enger Abstimmung zwischen beiden Ortschaften einen eigenen Flyer produziert, der ab dem Wochenende in den Postkästen der Region und in einigen Geschäften zu finden sein soll. Darin wird noch einmal darauf hingewiesen, dass der Weg als Lebensader zwischen den Dörfern gebraucht werde. Als Gewinn für Einwohner und Gäste, aber auch als ein Stück mehr Lebensqualität für Alle wird der Lückenschluss dort bezeichnet. Die Fotos dafür wurden bereits im vergangenen September gemacht.

Auch darauf, dass der Geh- und Radweg eigentlich seit 2010 in der Planung von Land und Landkreis Thema sei, wird verwiesen. „Im Kreisentwicklungskonzept des Landkreises Stendal bis 2025 heißt es: ‚Der Anteil des LKW-Verkehrs und die gefahrene Geschwindigkeit erfordert die Trennung des Radverkehrs vom übrigen Verkehr‘“, schreiben die Initiatoren.

Auftakt am 23. März

Wer für das Projekt spenden möchte oder sich anders einbringen will, kann sich an die beiden Ortsbürgermeister von Cobbel und Birkholz wenden: Steffen Volkstedt: 03935/95 94 93 und Edda Ahrberg 03935/21 22 51.

Am 23. März sind ab 14 Uhr alle Interessierten aus der Region zum Auftakt mit Grenzsteinenthüllung eingeladen. Vor Ort soll auch auf den künftigen Geh- und Radweg angestoßen werden, es wird darum gebeten, eigene Trinkgefäße mitzubringen.

Ab 15 Uhr wird dann ins Dorfgemeinschaftshaus nach Cobbel eingeladen, wo Christian Warnke, Vorsitzender des Kultur- und Geschichtsvereins „Grenzland“, bei Kaffee und Gebäck einen Vortrag über die „Gemarkungen von Cobbel und Birkholz - die Entwicklung einer Kulturlandschaft“ halten wird. Die Ortschaftsräte in Cobbel und Birkholz, der Verein „Grenzland“ und die Initiativgruppe „Lückenschluss“ laden gemeinsam ein.