Grieben l Trotz aller Querelen zwischen Stadtrat und Bürgermeister – handwerklich klappt das Zusammenspiel. Die Griebener Ortsbürgermeisterin und Stadträtin Rita Platte und Tangerhüttes Einheitsgemeindebürgermeister Andreas Brohm (parteilos) führten Freitagmittag gemeinsam den Hammer, als es darum ging, den letzten Nagel in den Dachstuhl des Griebener Tagesstättenbaus zu schlagen. Nach seinem Richtspruch prostete der Zimmermann Thomas Arndt den Gästen zu; Vertreter der Verwaltung, des Stadtrates, des Ortschaftsrates, der Baufirmen und des Elternkuratoriums feierten anschließend das Richtfest.

Im August begannen die Arbeiten. Alte Garagen und Nebengebäude wurden abgerissen, der Altbau komplett entkernt. Nach dem Umbau sollen dort die Jungen und Mädchen im Kindergartenalter untergebracht werden. Parallel entsteht ein Anbau für den Krippenbereich. Statt bisher 45 können anschließend 50 Kinder betreut werden. 685.000 Euro investiert die Einheitsgemeinde laut Bauamtsleiter Erich Gruber in das Vorhaben. Der Einzug ist zum 1. August 2018 geplant.

Erfreuliche Entwicklung bei Kinderzahl

Bis dahin sind die Steppkes aus Grieben und den umliegenden Dörfern Bittkau, Jerchel und Schelldorf in der Tagesstätte in Bittkau untergebracht. Ob diese nach dem Rückzug nach Grieben weiter gebraucht wird, hänge vom Bedarf ab, so Brohm, der bezüglich der Kinderzahlen von einer erfreulichen Entwicklung spricht. Aktuell seien die Betreuungskapazitäten in der Einheitsgemeinde ausgelastet. Bisher sei es ein Pluspunkt der Kommune gewesen, dass Zuzüglern bei Bedarf sofort ein Platz in einer Kindereinrichtung zur Verfügung gestellt werden konnte. Wolle man weiter mit diesen Pfunden wuchern, müssten die Kapazitäten erweitert werden.

In diesem Zusammenhang soll bereits ab August des kommenden Jahres in die Tangerhütter Tagesstätte „Friedrich Fröbel“ investiert werden. Derzeit wartet die Kommune noch auf den notwendigen Fördermittelbescheid.