Stendal l „Wir gehen fest davon aus, dass wir den Sachsen-Anhalt-Tag 2022 bekommen“, sagte Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) während der jüngsten Sitzung des Stadtrates. In der Tat stehen die Zeichen, dass die Hansestadt zum zweiten Mal nach 1997 Ausrichter des Landesfestes sein wird, sehr gut.

Die Hansestadt Stendal hat für das Jahr 2022 die Bereitschaft zur Ausrichtung des Sachsen-Anhalt-Tages der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt angezeigt. So heißt es im offiziellen Ton der Stadtverwaltung. Die Bestätigung der Vormerkung für das Jahr 2022 liege seitens der Staatskanzlei vor.

Bauplanungen mit Blick aufs Jubiläum

Die Planungen des Landes, das Landesfest nur noch alle zwei Jahre stattfinden zu lassen, passen in die Terminvorstellung Stendals. Im kommenden Jahr findet der Sachsen-Anhalt-Tag nicht statt, so hätte es 2022 kein Landesfest gegeben. „Müssen Sie sich jetzt für 2021 bewerben“, wollte Steffen Roske in der Einwohnerfragestunde wissen. 2021 findet allerdings kein Sachsen-Anhalt-Tag statt, Sachsen-Anhalt ist Gastgeber der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit.

„Derzeit steht nichts Absehbares gegen die Ausrichtung des Landesfestes in Stendal“, schätzte Stadtsprecher Klaus Ortmann ein. Der Zuschlag werde aber erst zwei bis drei Jahre vor dem jeweiligen Termin erteilt.

150.000 Euro Eigenanteil

Mit dem Beschluss vom 10. Oktober vergangenen Jahres zur Ausrichtung einer 1000-Jahr-Feier anlässlich der ersten bekannten schriftlichen Erwähnung Stendals in Verbindung mit dem Sachsen-Anhalt-Tag hat der Stadtrat die Grundlage für die Vorbereitungen geschaffen. Darin ist unter anderem auch eine jährliche Rücklage von 30 000 Euro festgeschrieben, zum Ausrichtungsjahr stehen dann 150 000 Euro als städtischer Finanzierungsanteil bereit.

Der Termin findet laut Ortmann auch bereits Berücksichtigung bei den mittelfristigen Bauplanungen, so dass im betreffenden Jahr keine Straßensanierungen im Festgebiet anstehen und auch die Zufahrtsstraßen in die Stadt baustellenfrei bleiben.

Viel positive Resonanz

Während die äußeren Bedingungen schon einmal geschaffen werden, gibt es inhaltlich aber noch nichts Konkretes. „Da Rolandfest und Sachsen-Anhalt-Tag zu einem Event der 1000-Jahr-Feier zusammengeführt werden sollen, ist die Programmatik des Rolandfestes ein Ansatz“, hielt es Ortmann allgemein. Konkrete Inhalte seien nach der Zuschlagserteilung mit dem Land zu besprechen und natürlich ab diesem Zeitpunkt mit den Akteuren aus der Bürgerschaft und potenziellen Sponsoren.

Bereits nach der Entscheidung, sich um den Sachsen-Anhalt-Tag 2022 zu bewerben, gab es zahlreiche positive Reaktionen. So meinte Gerhard Faller-Walzer vom Regionalmarketing: „Das wäre auf jeden Fall gut, wenn er hierherkommt“.Schließlich sei es schon eine Weile her, dass das Landesfest in der Altmark gefeiert wurde, zuletzt in Gardelegen vor sechs Jahren.