Stendal l Wind und Starkregen mit Gewitter, der in heftiges Schneetreiben überging, überraschte am frühen Mittwochabend (13. Januar) nicht nur die Bürger in Stendal, sondern auch die Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei in Tangermünde. Als „Wetterphänomen“ beschreibt Carsten Köppe das gut 30-minütige Ereignis.

Die Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei hatten mehrere Wetterberichte im Blick, die erst Regen meldeten. Doch durch das Gewitter kam es zum „Temperatursturz um drei Grad“, erklärt Köppe. Daher wurde aus dem Regen Schnee. Nachdem der Sturm vorüber war, stiegen die Temperaturen wieder an, sodass der Schnee schmolz und die Kreisstraßenmeisterei nicht alle Straßen räumen musste, sagt Carsten Köppe.

Die Mitarbeiter hätten die Straßen befreit, bei denen es zu Schneeverwehungen gekommen sei. Sonst sind „stellenweise nur ein bis zwei Zentimeter gefallen“, informiert der Straßenmeister. Wären die Temperaturen nicht wieder angestiegen, hätten die Mitarbeiter sofort ausrücken müssen.

Straßen sind geräumt

Doch bei drei Grad blieb es in der Nacht nicht. Das machte der Wetterradar deutlich. Daher räumten Donnerstag (14. Januar) ab drei Uhr morgens zehn Fahrzeuge der Straßenmeistereien Osterburg und Tangermünde die Straßen, gibt Köppe an. Die zehn Mitarbeiter seien bis acht Uhr unterwegs gewesen. Viele Straßen seien vor dem Berufsverkehr geräumt worden.

Die Polizei Stendal meldet keine größeren Unfälle. Eine junge Frau in Bismark prallte wegen der rutschigen Straßen mit ihrem Auto gegen einen Bordstein. Sie war unverletzt, aber mit dem Auto konnte sie nicht weiterfahren.

Auf der B188 bei Miltern wollte eine Fahrerin ein Auto überholen, geriet ins Schleudern und kam von der Straße ab. Ihr Wagen musste abgeschleppt werden. Der Fahrerin passierte nichts.

Busse fahren nicht

Wegen des plötzlichen Schneefalls fuhr im Landkreis Stendal in der Zeit zwischen 18 und 22 Uhr kein Bus mehr, teilt die Kreisverwaltung mit. Die Stadt Stendal sei vom Ausfall nicht betroffen gewesen. Ob es am Donnerstagmorgen (14. Januar) zu Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr gekommen war, ist unklar. Das Unternehmen Stendal Bus wollte sich auf die Volksstimme-Anfrage dazu nicht äußern.