Tangermünde l „Unsere eigene Regelung hat uns eingeholt.“ Mit diesen Worten trat Jürgen Querfurth, stellvertretend für den Vereinsvorsitzenden Klaus Köppen, vor die am Schießstand versammelten Vereine und Gilden. „Das bedeutet: In diesem Jahr haben wir keinen Schützenkönig. Allerdings haben sich Ulla und Klaus Hoffmann dazu bereit erklärt, die Gilde in diesem Jahr weiter für repräsentative Zwecke zu vertreten.“ Kaum war das Königspaar 2015 von all seinem Königsschmuck befreit, wurde dieser wieder angelegt. Der offizielle Akt am Schießstand war damit auch schon beendet.

Zuvor hatten die Mitglieder der Tangermünder Gilde mit 13 anderen Vereinen und Gilden aus dem Landkreis Stendal sowie der Marinekameradschaft Tangermünde auf dem Marktplatz der Kaiserstadt anlässlich des Kreisschützenfestes die Proklamation der Kreis-Majestäten sowie die Weihe ihrer neuen Vereinsfahne erlebt. Kreis-Jugendkönigin ist Maria Dao (Schützengilde Schönhausen), Kreis-Jugendkönig Florian Heinicke (Schützengilde Schönhausen), Kreis-Schützenkönigin Petra Bendisch (Schützengilde Seehausen/Altmark) und Kreis-Schützenkönig Erwin Griebel (Schützengilde Seehausen/Altmark).

Wolfgang Bendisch, Präsident des Kreisschützenverbandes Stendal-Altmark, nahm die Proklamation vor und dankte in diesem Zusammenhang der Kreissparkasse, vertreten durch Reiner Verenkotte, für die neuen Königsketten. Landrat Carsten Wulfänger bedankte sich bei der Tangermünder Gilde für die Organisation des Festes an diesem Ort. Außerdem bezeichnete er es als ein Herausforderung, dass die Schützen kreisweit organisiert sind - „und das im größten Landkreis von Sachsen-Anhalt“.

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Hatten die Tangermünder Schützen ihre neue Vereinsfahne bereits im vergangenen Jahr zum Schützenfest vorgestellt, so erfolgte erst jetzt die Fahnenweihe. Diese Aufgabe übernahm Eckart Schlaf, viele Jahre Präsidenten des Kreisschützenverbandes Stendal-Altmark, heute dessen Ehrenpräsident sowie jetzt Vizepräsident des Landesschützenverbandes. „Altes erhalte – Neues gestalte“ ist auf der Gildefahne zu lesen. „Gemäß diesem Fahnenspruch vollziehen wir als Schützen eine Gratwanderung zwischen Bewahrung der Tradition des Schützenwesens und modernen Sportgemeinschaft als Alternative zu den aktuellen Trendsportarten“, sagte Schlaf. Während er Teile von Landesverbands- und Gildefahne zusammenhielt und ein Trommelwirbel erklang, verlas er den Spruch zur Fahnenweihe.