Stendal l Geht das Stendaler Winckelmann-Gymnasium im kommenden Unterrichtsjahr auf Weltrekordjagd? Beim Schulfest am Dienstag jedenfalls probten Schüler schon einmal für einen möglichen Versuch. Biologielehrer Dr. Florian Scheffler erklärte das Ansinnen: Aus Papier soll das Strukturmodell einer DNA, also der Trägerin der Erbinformation, nachgebildet werden, auf einer Länge von 50 Metern und in einer Zeit von vier Stunden. Damit könnten sich die Winckelmänner einen Eintrag im Guinness-Buch sichern.

Vielleicht beim nächsten Schulfest? Am Dienstag stand nicht der mögliche Rekord im Blickpunkt, sondern die Winckelmann-Jubiläen zum 300. Geburtstag des Gelehrten im Vorjahr und zum 250. Todestag in diesem Jahr. „Wir bilden den Abschluss der Jubiläumsveranstaltungen“, sagte Dorothea Elison-Görs, stellvertretende Leiterin des Gymnasiums.

Sackhüpfen und Theater

So gab es einen Festakt in der Aula, bei dem Agnes Kunze von der Winckelmann-Gesellschaft die Festrede hielt und Gymnasiasten ein Programm gestalteten. Ein Höhepunkt war die Ehrung von Meta Stiller. Die Zehntklässlerin erhielt den erstmals vergebenen Winckelmann-Preis. Damit wird das Engagement der 16-jährigen Tornauerin für das Gymnasium anerkannt. Sie gehört seit drei Jahren dem Schülerrat an, ist seit zwei Jahren dessen Sprecherin. Auch bei der Organisation des Schulfestes brachte sie sich ein und freute sich dann über „viel Trubel“.

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Und es war wirklich viel los. So suchten die Gymnasiasten „Stendals next Winckelmann“. Da mussten Buchstaben des griechischen Alphabet zugeordnet werden, wurde beim Schnellrechnen das Denkvermögen gefordert und war beim Sackhüpfen Geschicklichkeit gefragt.

Lauf für Tischtennisplatten

Quiz, Wasserspiele, Zielwerfen, Schminken zählten zu weiteren Mitmachstationen des Festes. „Sind wir nicht alle ein bisschen Winckelmann?“ war der Titel einer Theateraufführung. Sportlich ging es ebenfalls zu. Auf einer 350-Meter-Runde konnten die Schüler Spenden erlaufen. Mit dem Erlös sollen Tischtennisplatten für einen Schulhof angeschafft sowie die Arbeit der Stendaler „Arche“ unterstützt werden.