Stendal l Spuren im Schnee auf dem zugefrorenen Stadtsee geben seit Tagen Rätsel auf. Wer hat sich auf das Eis getraut? Zumal es verboten ist. Etwa jener, der den „Liebesbeweis an Angi“ in den Schnee gemalt hat?

Die Lösung für die breiten Furchen liefert die Freiwillige Feuerwehr Stendal auf ihrer Facebook-Seite. Kameraden des 1. Zuges haben sich Anfang Februar bei einem Dienstabend dem Thema „Eisrettung“ gewidmet. Theoretisch und eben auch praktisch mithilfe eines Langbords und Schlauchboots. Im Ergebnis warnt die Feuerwehr vor dem Betreten jeglicher Eisflächen. Auch wenn diese „augenscheinlich tragfähig aussehen, können sie unter Umständen sehr instabil sein“.Und wenn Eisflächen nicht ausdrücklich offiziell freigegeben sind, sollten sie niemals betreten werden. Solch eine offizielle Erlaubnis ist auf dem gesamten Gebiet der Stadt Stendal nicht zu erwarten. In der städtischen Gefahrenabwehrverordnung ist dieses Verbot festgeschrieben und gilt für alle Gewässer.

Kinder vom Eis geholt

Selbst im gegenwärtigen strengen Winter mit anhaltenden Minusgraden sogar im zweistelligen Bereich. „Da die tatsächliche Dicke des Eises zur Zeit von keiner städtischen Institution oder Organisation überwacht wird, können wir die Sicherheit beim Betreten nicht garantieren“, erklärt Pressesprecher Armin Fischbach. Und da das Betreten der Eisflächen eine Ordnungswidrigkeit sei, kann der Verstoß mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro geahndet werden. Das gilt jedoch für unbelehrbare Wiederholungstäter.

Aus diesem Grund sind die Kinder, die gestern auf dem Schwanenteich in Stendal von Ordnungsamtsmitarbeitern von Eis geholt wurden, mit einer Ermahnung plus Belehrung davon gekommen, sagte Stadtsprecher Fischbach und verwies darauf, dass die Kontrollgänge um den Stadtsee verstärkt wurden, aber eine Überwachung rund um die Uhr „nicht möglich ist“.