30 Studenten bei der 18. internationalen Sommerschule

Mit dem Beginn der 2000er startete die Hochschule Stendal die internationale Sommerschule.

In diesem Jahr gibt es erstmals eine Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen. Zum einen übernimmt die Inlingua Sprachschule den Deutschunterricht für die Teilnehmer. Zum anderen erarbeitet sich ein Teil der Studierenden praktische Erfahrungen in einer Zusammenarbeit mit einer Zeitarbeitsfirma.

Die Hochschule hofft so, internationale Studenten für den Standort Stendal begeistern zu können.

In diesem Jahr sind es 30 Teilnehmer aus neun verschiedenen Ländern: Russland, Ukraine, Bulgarien, USA, Syrien, Litauen, Tschechien, Frankreich und sogar aus Peru.

Gefördert wird das Projekt durch das Land Sachsen-Anhalt, die Kaschade-Stiftung und den Förderkreis der Hochschule Stendal.

Stendal l Sie kommen aus Peru, Litauen, Russland, Tschechien, Frankreich, USA, Syrien, Bulgarien und der Ukraine und haben eines gemeinsam: Sie wollen Deutsch lernen, an der Hochschule Stendal.

Die 18. Sommerschule der Hochschule war bereits mit ihrem Startschuss am Dienstag ein voller Erfolg. Waren es in den vergangenen Jahren meist so um die elf Teilnehmer, hat sich die Zahl der Studierenden, die aus den neun Ländern in die Hansestadt kommen, fast verdreifacht. 30 Studierende nehmen an der dreiwöchigen Sprachschule teil.

Dass die Teilnehmerzahl so in die Höhe geschossen ist, hat ihren Grund, wie Franziska Buddy, Leiterin des International Office der Hochschule Magdeburg Stendal, berichtet: „Die relativ geringe Nachfrage nach der Sommerschule in den letzten Jahren hat uns motiviert, unser Programm neu aufzustellen. So arbeiten wir in diesem Jahr erstmals mit Partnern zusammen. Die Inlingua Sprachschule unterstützt uns im Sprachunterricht. Und für die Teilnehmer mit besonders guten Deutschkenntnissen startet in der zweiten Woche ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Altmark Zeitarbeit Vogel.“

Während der ersten Woche erhalten alle Teilnehmer Deutschunterricht. In den anderen zwei Wochen bekommt ein Teil der Gruppe weiterhin Unterricht, während ein zweiter Teil ein Praxisprojekt mit der Zeitarbeitsfirma durchführen darf.

Neue Einblicke durch gemeinsames Projekt

„Es ist das erste Mal, dass es diese Zusammenarbeit mit der Hochschule gibt, und wir sind sehr gespannt, wie das alles funktionieren wird“, sagt Matthias Lenz von der Altmark Zeitarbeit Vogel. Die Studierenden sollen untersuchen, wie die verschiedenen Generationen nach Arbeit suchen.

„Wir erhoffen uns durch die Zusammenarbeit neue Sichtweisen auf unsere Arbeit. Das sind junge Menschen aus anderen Ländern, die sich das ansehen. Vielleicht ergibt sich daraus noch ein Einblick in den ein oder anderen Social Media-Kanal, über den wir neue Bewerber finden können. Wir als Personaldienstleister sind ja immer auf der Suche nach Mitarbeitern“, sagt Lenz.

„Die Teilnehmer sollen vor allem Fähigkeiten im Bereich des Projektmanagements und im sozialen Bereich erlernen. Da geht es ums Zeitmanagement, um Recherche und um Strukturierung. Dabei steht ihnen auch ein Coach zur Seite, der Anregungen geben kann“, sagt Franziska Buddy.

Teilnehmer haben bereits Deutschkenntnisse

Alle Teilnehmer verfügen bereits über Deutschkenntnisse, sind jedoch auf verschiedenen Niveaus. So gibt es die, die ihre Grundkenntnisse ausbauen wollen, die, die schon etwas fortgeschrittener sind, und eine dritte Gruppe, die bereits fließend Deutsch spricht.

Dazu zählen Olha Ischtschenko, Valeeria Zhar ubd Dmytro Azarov aus dem ukrainischen Rapori- zhzhia. Alle drei sind Anfang 20 und wurden von den Dozenten ihrer Hochschule ermutigt, sich für die Sommerschule zu bewerben. Sie werden auch gemeinsam mit zwölf anderen Teilnehmern beim Praxisprojekt der Zeitarbeitsfirma dabei sein.

Neben den Lernprojekten an der Hochschule sind außerdem noch einige Ausflüge geplant. So geht es mit den Studierenden nach Hamburg, Berlin und Tangermünde. „Ein bisschen Sightseeing“, wie Buddy sagt.

Auch in Magdeburg Sommerschule

Gestern ging es nach der Begrüßung für die Studierenden erst einmal nach Magdeburg. Am dortigen Standort der Hochschule findet in diesem Jahr zum ersten Mal auch eine Sommerschule statt. Diese richtet sich vor allem an Abiturienten deutscher Schulen im Ausland. Bei einem gemeinsamen Picknick konnten dann bereits die Deutschkenntnisse aufgefrischt werden.