Werben l Die Hansestadt Werben erhofft sich beim Thema Fähre mehr Unterstützung vom Land. In den vergangenen drei Jahren klaffte ein großes Loch in dieser Haushaltsposition. Der Ausfall beziffert sich auf etwa 170 000 Euro. Damit konfrontierte Werbens Bürgermeister Bernd Schulze (parteilos) gestern Nachmittag Landtags-Vizepräsident Wulf Gallert (Die Linke), der sich auf seiner Sommertour befindet und auch dem Elbstädtchen einen Besuch abstattete. Gallert möchte mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen, „um sich deren Probleme anzuhören“.

Die unter kommunaler Regie betriebene Fähre Räbel bereitet der Hansestadt Werben große Kopfschmerzen. Und künftig scheint sich die Lage nicht zu bessern. Denn ab September dieses Jahres, wie Schulze im Gespräch mit Gallert auf dem Hof von Irmgard Gellerich berichtete, möchte das Land als Straßenbaulastträger der Landesstraße 2 von Räbel bis nach Werben auf Vordermann bringen.

Das bedeutet: Weniger Einnahmen. Die Stadt versucht indes, eine Strecke über Berge für die Zeit als Umleitung anzubieten und die Fährverbindung offen zu lassen.

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Für die in anderthalb Jahren anstehende Revision des Fährkörpers hat das Land signalisiert, einen Großteil der anfallenden Kosten zu übernehmen. Von 90 Prozent ist die Rede. Allerdings weiß Schulze, dass die notwendige Wartung auch 500 000 Euro nach sich ziehen könne. Und damit wäre immerhin noch ein Eigenanteil von 50 000 Euro zu stemmen. „Erst wenn wir insolvent sind, könnten wir Gelder aus dem Ausgleichsstock erhalten. Das kann nicht sein“, betonte der Bürgermeister nach Gesprächen mit Verantwortlichen aus dem CDU-geführten Wirtschaftsministerium. Auch für Gallert wäre es die beste Lösung, wenn die Aufgaben der Fähren beim Land angesiedelt seien.