Stendal l In seinem Geschäft in der Marienkirchstraße übergab Goldschmiedemeister Detlef Roever Horst Paulus, stellvertretend für die Stadt Stendal, Spenden für das geplante Jahn-Denkmal. In bester Goldschmied-Manier wurde nicht von einer konkreten Summe gesprochen, sondern von „massiven 2800 Gramm Spendengeldern“ innerhalb eines großen Sparschweines, wie die Waage des Goldschmiedes anzeigte.

Denkmal soll im August 2017 platziert werden

Das Projekt war 2012 von Jörg Hosang gestartet worden, um das Vermächtnis des bekannten Turnvaters und das bereits existierende Denkmal wieder in die Erinnerung zu rufen. Damals verlief das Projekt allerdings im Sande. Erst 2014, als sich der Produktdesigner Rüdiger Laleike für das Projekt als Unterstützer fand, nahm es erstmals Gestalt an. Laleike fertigte ein Bronzerelief mit dem Jahn-Bildnis an, welches ebenfalls am Mittwoch zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert und ebenso Horst Paulus übergeben wurde. Die Erneuerung des Denkmals und die Sammlung der Spenden sind ausschließlich von Bürgern und Freiwilligen der Stadt Stendal organisiert worden.

„Es gab jetzt eine Begehung am Hölzchen für eine exakte Standortsuche, das Projekt nimmt also endlich Gestalt an“, sagt Jörg Hosang mit Stolz. Das neue Denkmal soll am 20. August 2017, exakt 106 Jahre nach der Platzierung des ursprünglichen Denkmals im „Hölzchen“ an neuer Stelle neben dem Haupteingang des Stendaler Fußballstadions installiert werden. Dort kann das Bronze-Relief dann in neuer Pracht an die bis heute existierenden, sportlichen Revolutionen von Friedrich Ludwig Jahn, der in Lanz (Prignitz) geboren wurde, erinnern.