Stendal l Dass Arzt und Patient verstehen, was der jeweils andere meint, ist schon unter Muttersprachlern nicht immer einfach. Nochmals schwieriger wird es, wenn einer die Sprache des anderen nicht vollständig beherrscht: Dann können Symptombeschreibungen missverstanden werden, kann der Arzt womöglich nur ungenau erläutern, welche Behandlung erfolgt. Was wiederum fatale Folgen haben kann – ganz abgesehen von einem gewissen Unbehagen oder gar Misstrauen aufseiten des Patienten.

Sprachprüfung ist Bedingung

Nun ist es nicht so, dass ausländische Mediziner ohne entsprechende Sprachprüfung praktizieren dürfen. „Für die Erteilung der Berufserlaubnis bzw. Approbation wird grundsätzlich ein Fachsprachniveau auf dem Sprachlevel C 1 (fortgeschrittenes Sprachniveau) gefordert“, erklärt Claudia Klupsch, Sprecherin des Johanniter-Krankenhauses Genthin-Stendal.

Bis 2015 jedoch waren die Anforderungen geringer, erst seither sind die Fachsprachenprüfungen bundesweit einheitlich anspruchsvoll. Das sieht Hans-Rigo Kluger als wichtige Entscheidung. Der 44-jährige Bitterfelder unterrichtet Mediziner seit 2013 und bietet jetzt in der Stendaler Inlingua-Sprachschule spezielle Deutschkurse für ausländische Mediziner, Pharmazeuten und Pflegekräfte an. Die Kurse richten sich sowohl an Ärzte, die noch ihre Berufszulassung vor sich haben, als auch solche, die schon praktizieren.

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Den vollständigen Text lesen Sie in der gedruckten Stendaler Volksstimme vom 26. August 2020 oder im E-Paper.