Stendal l Der Bauboom in Stendal reißt nicht ab. Und auch die Stadtverwaltung betätigt sich kräftig als Auftraggeber. Als nächstes wird nun der Bau einer Sporthalle in Stendal-Stadtsee an der Theodor-Fontane-Straße angegangen.

Im Stadtentwicklungsausschuss gab es ein einmütige Zustimmung für das Vorhaben, das mit 1,67 Millionen Euro veranschlagt wurde und zu über 90 Prozent aus Bundes- und Landesmitteln getragen wird. Die Stadt hat 160.000 Euro an Eigenmitteln zu tragen. Das Fördergeld kommt aus dem Programm „Soziale Integration im Quartier“. Das Geld war bereits 2017 beantragt worden, als die Verantwortlichen noch davon ausgingen, dass die alte Halle an dem Standort saniert werden könnte. „Das hat sich aber nicht als wirtschaftlich erwiesen“, sagte Planungsamtsleiter Axel Achilles im Ausschuss. Die alte Halle wurde im vergangenen Sommer mit Mitteln der Städtebauförderung abgerissen.

Andere Vorhaben warten lange auf Umsetzung

Die neue Einfeldhalle mit den Maßen 15 Meter mal 27 Meter mal 5,5 Meter soll künftig sowohl für den Schulunterricht als auch für Vereine zur Verfügung stehen. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Grundschule Juri Gagarin sowie die Sekundarschule Wladimir Komarow. Die Halle soll ein Basketball- und ein Volleyballfeld sowie zwei Badminton-Courts bekommen. Die Halle wird neben Umkleide- und Sanitärräumen noch Abstell- und Sportgeräteräume erhalten, jedoch keine Besucherplätze oder Tribünen.

Der Ausschuss hat nun die Planung und Realisierung beschlossen. Der Termin für einen Baubeginn steht noch nicht fest. Im Haushaltsplan für das laufende Jahr ist der größte Batzen bereits enthalten.

Allerdings ist die Verwaltung derzeit sehr stark bei den Planungen für den Neubau der Grundschule am Haferbreiter Weg eingespannt. Andere Vorhaben werden dagegen immer weiter hinausgeschoben. So gab es zuletzt Kritik daran, dass der Kiosk im Tiergarten nicht gebaut wird, obwohl dieses Vorhaben bereits seit zwei Jahren beschlossene Sache ist. Seit mehr als einem Jahr ist auch die Sanierung des Daches beim Bauernmarkt vom Stadtrat abgesegnet und das Geld im Haushhalt der Stadt eingestellt worden.