Stendal l In Diskussionen kommt immer mal wieder auf, ob denn der Stadtwerkeverkauf im Jahre 2002 richtig gewesen sei. Bei der Verabschiedung des Haushaltes für 2018 sprach Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) darüber, dass die Einnahmen aus den Stadtwerken den Haushalt ein Stück weit stützen. „Der Verkauf hat sich als richtig für uns erwiesen“, sagte der Verwaltungschef, ohne dabei genaue Zahlen zu nennen.

Stadt ist an insgesamt zehn Firmen beteiligt

Für das Jahr 2017 liegt die Zuführung von den Stadtwerken an den städtischen Haushalt bei rund 2,5 Millionen Euro. Die Summe teilt sich wie folgt auf. 1,51 Millionen Euro erhält die Stadt an Gewinnausschüttung. Darüber hinaus liegen die Erträge aus der Konzessionsabgabe bei rund 986 000 Euro.

Die Stadt hat lediglich noch einen Anteil von 25,10 Prozent an den Stadtwerken. Jeweils 37,75 Prozent halten die Stadtwerke Magdeburg sowie Gelsenwasser. Die Stadtwerke Altmärkische Gas-, Wasser- und Elekrtizitätswerke GmbH in Stendal ist in fünf Stammsparten unterwegs: Strom, Gas, Wasser, Fernwärme und Abwasser. Dabei sind die Kunden nicht mehr nur auf Stendal beschränkt, sondern das Kundennetz reicht von Sylt bis München. Die Umsatzerlöse lagen 2016 bei rund 82 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss lag bei 4,95 Millionen Euro. Die Stadtwerke sind für die Stadt Stendal die bei weitem lukrativste Firmenbeteiligung. Lediglich die Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG) konnte der Stadt Geld überweisen, in dem Fall für Darlehnstilgungen und Zinsen in Höhe von 187 000 Euro (davon 100 000 Euro Tilgung).

Das größte Zuschussgeschäft für die Stadt ist die Altmark-Oase-Sport- und Freizeitbad Stendal GmbH. Für 2016 wurden 712 000 Euro an Nutzungsentgeld und Verlustausgleich gezahlt. Weitere Firmen sind unter anderem das Gründerzentrum BIC, die Flugplatzgesellschaft und der Technologiepark.