Der Theater-Förderverein ...

... heißt genau „Freunde und Förderer des Theaters der Altmark e.V.“

... hat derzeit 120 Mitglieder

...  setzt sich für den Erhalt des Theaters ein, „das ein künstlerisch freier und unabhängiger Kulturträger bleiben soll“

... leistet finanzielle Unterstützung der Jugendarbeit, der Produktionen des Theaters und der Anschaffung dringend benötigter Ausstattungen

... vergibt jährlich den Theaterförderpreis

Kontakt: foerderverein@tda-stendal.de

Stendal l ‚Ach, na die sind doch aber neu, oder?‘, wird sich manch ein Zuschauer des Weihnachtsprogramms oder der „Sechs Tanzstunden“ gedacht haben, als er im Kleinen Haus die Tischleuchten mit ihren roten Lampenschirmen sah. Ohne den Theaterförderverein hätten sie da wohl nicht gestanden. Knapp 1300 Euro hat er für Lampen und Installation ausgegeben.

"Spielwiese" im Innenhof

Lapidar mag die Aufstellung zweier Bänke im einsehbaren Innenhof zur Hallstraße hin erscheinen – aber auch hier steckt nicht nur Geld, sondern auch viel eigene Arbeit drin. 1400 Euro hat der Förderverein für Pflasterarbeiten beigesteuert und zudem „an vielen Wochenenden bei Arbeitseinsätzen selbst mit angepackt“, erzählt Fördervereinsvorsitzende Daniela Frankenberg. Pflanzen und Arbeitsmaterial wurden zum Teil spendiert, nun fehlt nur noch eine Pergola, dann ist die „Spielwiese“, wie die Theaterförderer das kleine Areal liebevoll nennen, komplett.

Liebevoll gestaltet sind auch die Kulissen für das neue Kinder-Klassenzimmerstück „Der Sängerkrieg der Heidehasen“. Für dafür benötigtes Holz hat der Förderverein gut 500 Euro ausgegeben.

Bilder

Spenden für Jugendarbeit

Zwischen Proben und Aufführungen können sich die Schauspieler übrigens nun auch mal allein zurückziehen. Und zwar im neu geschaffenen Ruheraum – nicht nur für Frauen... Der Förderverein hat für 190 Euro Auslegware und für 340 Euro ein gebrauchtes Sofa gekauft, die Verlegearbeit des Teppichs und die Neubespannung der Couch haben zwei Firmen gesponsert.

Ohne Verein kein Theaterpreis

Ja, und ist es nicht schön, dass Schauspieler und seit voriger Spielzeit auch Regisseure mit einem Preis in festlichem Rahmen für ihre Arbeit gewürdigt werden? Für den Schauspielerpreis und die würdige Umrahmung hat der Förderverein 3700 Euro eingeworben. „Und das Preisgeld für den Regiepreis war eine komplette Privatspende“, erinnert Daniela Frankenberg an einen weiteren zu finanzierenden Posten.

Vieles Weitere gäbe es zu nennen, von der Ritter-Roland-CD über die Spielzeitheft-Fotos bis hin zum Stimmen des Flügels im Kaisersaal. 7000 Euro hat der Förderverein mit seinen 120 Mitgliedern in diesem Jahr bereits in solcherlei Dinge und Vorhaben investiert. Bei Aufführungen der Kinder- und Jugendgruppen sowie der „Andersbegabten“ wurde, weil kein Eintritt genommen wird, um Spenden gebeten. Fast 2000 Euro kamen da zusammen. Kurzum: Ohne den Förderverein – und die von ihm aktivierten Sponsoren – wäre das Theater nicht komplett und in vielen Bereichen einiges nicht realisierbar.

Kunstkoffer auch in Klietz

„Das Theater tritt mit Wünschen an uns heran, aber wir machen auch vieles auf Eigeninitiative“, sagt Sigrid Nellessen vom Vorstand. Hinzu komme, ergänzt Schatzmeisterin Gudrun Wilke, dass viele Privatpersonen auch spenden, ohne Mitglied zu sein, vor allem für die Kinder- und Jugendarbeit. Auf diesem Gebiet möchte der Förderverein noch regelmäßiger mehr machen. Teil dessen wird sein, dass der Kunstkoffer, der ja im Winter pausiert, von Januar bis März in der Flüchtlingsaufnahmestelle in Klietz sein wird. Eine Studentin spielt und bastelt dann dort an ausgewählten Terminen mit Kindern.