Stendal l Diese Nacht möchten die Mitarbeiter des Stendaler Tiergartens am liebsten streichen, die zum 18. Juni. Unbekannte stiegen in den Tiergarten ein, „entführten“ unter anderem vier Laufenten und einen jungen Ziegenbock. Der überlebte die Tat nicht, wurde tot im angrenzenden Stadtsee entdeckt.

Da blieben auch Sicherheitsvorkehrungen wirkungslos, mit der die Stadt die beliebte Naherholungseinrichtung und ihre tierischen Bewohner gewappnet hat. So wird der Tiergarten außerhalb der Öffnungszeiten durch den Wachschutz zu unterschiedlichen Zeiten kontrolliert, erklärte Stadtsprecher Philipp Krüger auf Volksstimme-Nachfrage. An bestimmten Stellen, beispielsweise den Fenstern am Bürogebäude, sind Bewegungsmelder angebracht, die im Falle der Annäherung eine grelle Beleuchtung auslösen.

850 Euro Schaden

Vorbeugend werden die Automaten und Spendentrichter täglich geleert, so dass Einbrecher kein Bargeld erbeuten können. Das Sozialgebäude ist alarmgesichert. Der Alarm läuft beim Wachschutz auf. Am Kassenhaus befinden sich Aufkleber mit Hinweisen auf die Überwachung.

Dennoch sind Einbrüche nicht gänzlich zu verhindern. Drei gab es bislang in diesem Jahr, hinzu kommt ein Vandalismusschaden im Außenbereich. Insgesamt entstanden der Stadt dadurch Kosten von 850 Euro. Im gesamten Vorjahr betrug der Schaden 2900 Euro. Da suchten Einbrecher zweimal den Tiergarten heim, was die Einrichtung rund 2800 Euro kostete. Die weiteren 100 Euro mussten für „Fuchur“ im Eingangsbereich aufgewendet werden – der Holzdrache war für jedermann sichtbar beschmiert worden.

Nach dem jüngsten Einbruch im Juni erwägt die Stadt eine Erweiterung der Sicherheitsvorkehrungen. An einigen Gehege soll eine Videoüberwachung angebracht werden. Wie Stadtsprecher Krüger informiert, werden die Voraussetzungen dafür gegenwärtig geprüft.