Tangermünde l Kaum gestartet hat der neue Altmärkische Regionalmarketing- und Tourismusverband in diesem Jahr schon eine schwere Krise zu bewältigen. Die Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Verordnungen, haben die Gastgeber in der Altmark hart getroffen. Doch die Mitarbeiter des Verbandes blicken bereits voraus, und haben digitale Ideen, die den Tourismus in der Region bei einem Neustart mit anschieben sollen.

Um möglichen Urlaubern derzeit dennoch einen Ausflug in die Altmark zu ermöglichen, wurde die Kampagne "Die Altmark für Zuhause" ins Leben gerufen. Unter www.altmark.de haben Besucher nun die Möglichkeit einige altmärkische Reiseziele digital zu entdecken. So können Interessierte virtuell durch die Gartenträumeparks spazieren, über den Skulpturenhof des Stendaler Winckelmann-Museums wandern oder unter dem Menüpunkt Genuss digitale Einblicke in verschiedene Hotels genießen. Auch eine Radtour durch Salzwedel und Umgebung kann digital geplant werden.

Mit dem Angebot sollen explizit Interessenten für Kurzreisen angesprochen werden, berichtet Ramona Wolf vom Tourismusverband. Sie geht davon aus, dass diese bei Lockerungen der Corona-Verordnungen zuerst wieder möglich sein werden. "Und dann sollten wir gut aufgestellt sein", betont die Fachfrau. Besonders im Blick hat Wolf dabei mögliche Kurzurlauber aus dem eigenen Bundesland, aber auch aus der Nachbarschaft wie Niedersachsen oder etwas weiter gefasst Berlin.

Verunsicherung noch groß

Noch sei die Verunsicherung unter den Anbietern in der Region groß, berichtet Ramona Wolf. Es würden weiter Stornierungen registriert. Positiv: Es gebe aber auch schon wieder leichte Anfragen nach Kurzreisen in die Altmark. Und Wolf betont, dass es in der Altmark wahrscheinlich leichter sei, die weiter geltenden Kontaktbeschränkungen einzuhalten. "Der Städttourismus wird da mehr leiden", glaubt Wolf. Dennoch sei die Situation für einige Hotels auch in der Altmark sicher existenzbedrohend.

Deshalb richten die Verbandsmitarbeiter ihren Blick nach vorne: "Ziel dieser Kampagne ist es, langfristig den Tourismus wiederzubeleben und die Altmark als attraktives Reiseziel zu bewerben", heißt es in der Pressemitteilung dazu. Wolf meint, dass der Verband damit eine Hilfestellung geben könne, weil sich eben Gastgeber, Initiativen oder Vereine beteiligen können. Diese können dazu digitale Inhalte, Videos, aussagekäftige Bilder, Podcasts oder ähnliches per Mail an marketing@altmark.de schicken. Bei vorliegendem Einverständnis bestehe zudem die Möglichkeit, die Angebote im Landestourismus-Portal einzustellen.