Tangermünde/Berlin l Am vergangenen Sonntag ist die Internationale Tourismus-Börse (ITB) auf dem Messegelände unter dem Berliner Funkturm zu Ende gegangen. Das bedeutete auch das Ende der fünftägigen Präsenz der Altmark in der Hauptstadt. „Es war wirklich eine Menge los“, sagte gestern Mandy Hodum, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Altmark, im Gespräch mit der Volksstimme. Am ersten Messetag, der nur Fachbesuchern vorbehalten war, habe der Ansturm schon vor 10 Uhr, der eigentlichen Eröffnung der Messe, begonnen. Auch an den beiden darauffolgenden Tagen, die ebenfalls noch nicht für das allgemeine Publikum zugänglich waren, sei das Interesse an der Altmark sehr groß gewesen. „Ich bin gerade dabei, zahlreiche Anfragen von Reiseveranstaltern und Journalisten abzuarbeiten“, sagte Hodum.

Ihr Resümee der ITB findet sich auch in der Abschlusserklärung der Messe Berlin wieder. „Mit rund 110.000 Fachbesuchern aus dem In- und Ausland konnte die ITB Berlin ihre dominante Position als wichtigster Marktplatz der internationalen Reisebranche erneut ausbauen“, heißt es darin.

Winckelmannplakat lockte viele an

Das Wochenende gehörte dann den Privatbesuchern, die sich trotz des frühlingshaften Wetters in die Messehallen begaben und sich für ihren nächsten Ausflug oder Urlaub bei den Ausstellern informierten. Auch in Halle 11.2, wo sich die drei Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen präsentierten und eben der altmärkische Tourismusverband. Am Sonntag hielten dort neben der Geschäftsführerin Ingrid Jabke von der Hansestadt Seehausen und Brigitte Packebusch von der Verbandsgemeinde Informationen für die Besucher parat. 60.000 kamen insgesamt am Sonnabend und Sonntag aufs Messegelände.

Mandy Hodum fand an diesem Jahr sehr positiv, dass die Altmark nicht durch den Tourismusverband allein vertreten war. „Der Altmarkkreis Salzwedel präsentierte sich beispielsweise als Teil der nördlichen Straße der Romanik“, sagte sie. Drei der sechs Romanik-Standorte im Kreis ergriffen die Chance, auf der ITB für ihre Objekte zu werben: die Hansestadt Salzwedel für die Pfarrkirche St. Lorenz, das Kloster Arendsee und der Flecken Diesdorf für die Klosterkirche. Die Diesdorfer erhielten außerdem finanzielle und personelle Unterstützung durch die Museen des Altmarkkreises Salzwedel. Auch die Dorfkirche Rohrberg, deren Kräfte in diesem Jahr durch die anstehende Sanierung komplett in Anspruch genommen sind, beteiligte sich am Auftritt der Klosterkirche Diesdorf finanziell.

Bauhaus in Stendal

Während die Altmark stark mit dem Winckelmann-Jubiläum warb – „Das riesige Winckelmannplakat hat sehr viele Besucher angezogen“, meinte Mandy Hodum – bewirbt das Land das Bauhaus-Jubiläum zum 100. Gründungstag im kommenden Jahr. Wenn auch die Altmark nicht sofort mit dem Bauhaus in Verbindung gebracht wird, sondern in Sachsen-Anhalt in erster Linie Dessau, so ist Stendal aber auch auf der Liste der 39 Orte, die zum Netzwerk „Das Bauhaus Dessau und die Orte der Moderne in Sachsen-Anhalt“ gehören, vertreten: mit der Comenius-Sekundarschule. Die Schule wurde 1931 errichtet, ein Jahr, bevor die Nationalsozialisten die Gemeindewahl in Dessau gewannen und dafür sorgten, dass das Bauhaus geschlossen wurde.