Stendal l Wie erst am Freitag bekannt wurde, hat es in Stendal am Mittwoch nicht nur einen, sondern mindestens noch einen weiteren Trickbetrug gegeben, bei dem eine 76-jährige Rentnerin um 16.000 Euro betrogen wurde. Bisher war lediglich der Fall einer 87 Jahre alten Frau bekannt, die durch den sogenannten Enkeltrick um 13.000 Euro erleichtert wurde.

Bei dem zweiten Fall war die 76-jährige Stendalerin nach Polizeiangaben am Mittwoch vor 8 Uhr von einer unbekannten Frau angerufen worden, die durch die Rentenerin mit einer guten Freundin verwechselt wurde. Die Frau gab an, dringend Geld für einen Wohnungskauf zu benötigen. Die Geschädigte sagte ihre Hilfe zu und holte von der Bank das Geld ab. Die "gute Freundin" besprach am Telefon die Geldübergabe und schickte schließlich einen Mann vorbei, der das Geld holen sollte, sie selbst verabredete sich zu Kaffee und Kuchen in den Nachmittagsstunden.    

Mißverständnis ging voraus

Der Mann holte das Geld ab. Dieser wird wie folgt beschrieben. Etwa 50 Jahre alt, 1,75 Meter groß und dunelblonde Haare. Die Seniorin bemerkte den Betrug erst, als ihre "Freundin" nicht zum Kaffeekränzchen erschien und sie die echte Freundin anrief und dadurch das Mißverständnis erst offensichtlich wurde.

Der zuvor schon bekannte Fall war ähnlich gelagert und spielte sich ebenfalls am Mittwoch in Stendal ab. Da hatte sich ein angeblicher Neffe bei einer 87 Jahre alten Frau gemeldet, weil er Geld für einen Hauskauf benötige. Die Seniorin holte 13.000 Euro von der Bank, was wiederum nicht selbst von dem "Neffen", sondern einem Vertreter abgeholt wurde.