Stendal l Der Pegel der Uchte ist weit unter normal. Darüber berichtete die Volksstimme in der Ausgabe vom 12. Juli und hat unseren Leser Ulrich Behrends auf den Plan gerufen.

Leser empört

Der Stendaler sei erschrocken über all den Müll, der immer noch im Flussbett und an den Uferrändern herumliegt. „Das müsste doch die Grünen oder die frischgewählten Stadtväter wachrütteln“, sagt Behrends am Lesertelefon und fügt hinzu: Sie müssten doch sofort veranlassen, dass der Müll aus der trockengefallenen Uchte geräumt wird, denn jetzt komme man da ja bestens ran. Behrends könne die Untätigkeit nicht verstehen und fragt: „Kümmert sich jemand darum?“ Am Geld dürfte das nicht scheitern, denn die Gewässerumlage, die die Stendaler Grundstückseigentümer zahlen müssen, sei mittlerweile um 100 Prozent erhöht worden. Laut Volksstimme-Information handelt es sich um eine Umlage in Höhe von etwa 400.000 Euro im Jahr.

Im Rathaus ist das Problem bekannt. Wie Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) auf Nachfrage sagt, würden Hinweise über Vermüllungen an und in der Uchte der zuständigen Behörde gemeldet. „Wir selbst beräumen die Uchte nicht“, sagt Schmotz.

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Landesbetrieb zuständig

Der Unterhaltungsverband Uchte, wie vielfach angenommen, ist auch nicht zuständig, wie der Geschäftsführer Norbert Wernike versichert. Ab dem Pegel Tornau bis zur Mündung in die Biese bei Osterburg ist die Uchte ein Gewässer erster Ordnung und falle somit in die Zuständigkeit des Landesbetriebes für Hochwasserschutz, Flussbereich Osterburg. Der Uchte-Verband sei für all die Gräben verantwortlich, die zweiter Ordnung sind. Etwa 1000 Kilometer umfasse die Gesamtlänge.

Im Osterburger Landesbetriebsteil habe es noch keine konkreten Hinweise zur Säuberung der Uchte im Stendaler Stadtgebiet gegeben. „Es ist ja normal, dass gerade bei Niedrigwasser Vermüllungen besonders ins Auge fallen“, sagt Uta Hahn. Wenn jedoch der Abfluss in Gefahr sei, wie zuletzt durch Autoreifen oder einen Einkaufswagen, müssen wir umgehend eingreifen“, fügt die Bereichsingenieurin hinzu. Ansonsten könne sie nur immer wieder an die Vernunft der Leute appellieren, Flaschen und sonstigen Unrat nicht im Fluss zu entsorgen. Ob nun der von unserem Leser angesprochene Müll weggeräumt werde, solle bei einer Kontrolle geprüft werden.