Möringen l Seit Jahren warten die Mitglieder des Möringer Sportvereins 1920 auf einen Kunstrasenplatz – nun nimmt er von Tag zu Tag mehr Gestalt an. Derzeit ist eine Fachfirma für Sportanlagen aus Schönebeck dabei, den Platz anzulegen. Wenn alles nach Plan läuft, soll er Mitte Oktober fertig sein. „Wir planen ein Eröffnungsspiel unserer Kinder gegen einen besonderen Gegner“, verrät Roland Fuhrmann, Vize-Präsident des SV Möringen und zusammen mit Heino Kühne Vereinsbeauftragter für das Kunstrasen-Projekt.

Das Spielfeld wird eine Größe von 70 mal 44 Meter haben und damit im Ausmaß zwischen dem großen Fußballfeld und dem Kleinfeld liegen. Der Kunstrasenplatz soll von allen acht Fußballmannschaften des Vereins, der aktuell rund 220 Mitglieder zählt, fürs Training genutzt werden, zudem als Spielfläche für die Alten Herren und für Punktspiele der Kinder. „Uns geht es darum, den großen Platz zu entlasten“, erklärt Roland Fuhrmann.

Die Finanzierung ist dank mehrerer Partner gesichert. Mit 148.000 Euro gibt das Land die Hälfte dazu. Die Hansestadt Stendal – sie ist Eigentümerin des Platzes, den sie an den Sportverein verpachtet hat, der ihn eigenständig bewirtschaftet – steuert 50.000 Euro bei. Geld gibt es zudem vom Kreissportbund Stendal und von der Toto-Lotto GmbH.

Vom Mutterboden wurde ein Teil gestohlen

Unter die Vorfreude auf den neuen Kunstrasenplatz mischt sich bei den Vereinsmitgliedern der Ärger darüber, dass sich Langfinger unberechtigt am zwischengelagerten Mutterboden bedient haben. „Dieser Mutterboden wird benötigt, um die Fläche nach der Baumaßnahme anzugleichen. Dies trifft auch für das dort abgelegte Baumaterial zu“, sagte Ortsbürgermeisterin Christina Jacobs und machte deutlich: „Zuwiderhandlungen werden zur Anzeige gebracht. Der Sportplatz ist kein Selbstbedienungsladen.“