Volksstimme-Serie

Was ist geworden aus ...?

An dieser Serie sollen die Leserinnen und Leser beteiligt werden. Schreiben Sie uns per Post oder E-Mail und nennen Sie uns Vorschläge, worüber die Volksstimme-Redakteure berichten sollen.

Kontakt: Volksstimme-Redaktion Stendal, Hallstraße 51, 39576 Stendal oder E-Mail: redaktion.stendal@volksstimme.de

Stendal l Vor mehr als 30 Jahren fiel die Mauer. Am 3. Oktober 2020 feierten wir 30 Jahre Deutsche Einheit. Wohl noch nie zuvor hat es solch eine Fülle von Entwicklungen und Veränderungen im Lebenslauf der Hansestadt Stendal und der umliegenden Orte gegeben wie in der Zeit seit der Wiedervereinigung.

Sanierungsbedarf immens

Der Sanierungsbedarf ist nach der Wende immens gewesen – nicht nur bei den Fachwerkhäusern in der Innenstadt, auch bei Schulen, Kindertagesstätten, bei Verwaltungs- gebäuden, großen und kleinen Betrieben, bei Plätzen und Straßen. Viel Altes wurde modernisiert, viel Neues ist hinzugekommen und einiges ist auf der Strecke geblieben. Oftmals stellt sich die Frage: Was ist eigentlich geworden aus ...? Anhand von verschiedenen Themen möchte die Volksstimme in einer losen Folge darüber berichten und Sie, liebe Leserinnen und Leser, können sich mit Vorschlägen daran beteiligen.

Besonders eindrucksvoll unterstrichen werden Veränderungen durch den Vergleich mit alten Fotos wie jenen, die Michael Trösken im August 1990 von einem Gerüst an der Marienkirche fotografiert hatte. Der Stendaler fand sie beim Aufräumen und stellte einige der Volksstimme bereits im Vorjahr zur Verfügung.

Licht und Schatten

Gut zu erkennen ist auf dem abgedruckten Foto das große Innenstadt-Kaufhaus Ramelow mit einer ergrauten Fassade. Längst wurde es aufwändig saniert, verschönert und zuletzt nochmals modernisiert. Es existiert immer noch, was den Schluss zulässt: Aus „Ramelow“ ist etwas geworden.

Ebenso aus der großen unbebauten Grünfläche hinter dem Kaufhaus. Kaum zu glauben, dass es sich um das Uppstall-Quartier handelt. Die ehemalige Pferdekoppel ist heute mit modernen Gebäuden bebaut, selbst das Kino ist danach benannt. An der einstigen Ecke Sidenbüde/Uppstall befindet sich heute eine Einrichtung des Johanniterordens, das Johanniterhaus Lutherstift. Hier leben seit 1999 ältere pflegebedürftige Menschen. Der Plan ist aufgegangen.

Anders steht es um das Uppstall-Kaufhaus, das in einem neu errichteten Wohn- und Geschäftsgebäude an der Ecke zur Breiten Straße im Jahr 1997 eröffnet wurde. Kaufhaus Ende 2011 geschlossen wurde. Seitdem steht es leer ...