Zur Historie

Das E-Center wurde am 14. April 1994 eröffnet. Ein Verkehrschaos entstand seinerzeit, als die Zufahrt zum Einkaufszentrum ausschließlich über die Heerener Straße verlief. Bereits am 24. März 1994 hatte der benachbarte Porta-Möbel-Markt eröffnet.

Beide Unternehmen feierten in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Beim Edeka-Markt gibt es 35 Mitarbeiter, die von Anfang an dabei sind. Eine von ihnen ist Marktleiterin Kirsten Puhlmann.

Als erste größere Erneuerung wurde 1997 beim E-Center eine Fischtheke eingeführt, 2004 erfolgte eine Generalüberholung des Marktes.

Als das Einkaufszentrum vor 25 Jahren startete, gab es bei der Kaufmannschaft der Innenstadt einige Bedenken. Es wurde befürchtet, dass das Zentrum „ausblutet“. Bei der Stadt drängte man auf den Bau des Uppstall-Kaufhauses in der Breiten Straße. Dieses wurde 1997 eröffnet und bot eine Verkaufsfläche von 4000 Quadratmetern. Es wurde im Dezember 2011 geschlossen.

In Stadtsee wurde 1994 ebenfalls das Altmark-Forum als Einkaufsstätte gebaut und ein Jahr später eröffnet.

Stendal l Im Mai hat das E-Center im Altmark-Park seinen 25. Geburtstag gefeiert. „Es ist also schon etwas betagt“, bringt es Marktleiterin Kirsten Puhlmann auf den Punkt. Zeit für etwas Neues. „Und darum starten wir jetzt mit dem Umbau“, sagt die Stendalerin. Sämtliche Regale werden ausgetauscht, die Beleuchtung erneuert, der gesamte Markt „malermäßig auf den neuesten Stand gebracht“.

Für die Kunden heißt das unter anderem, sich vom typischen Edeka-Blau zu verabschieden, denn das wird von Anthrazit ersetzt. Die Streben der Überdachung des Haupteinganges sind bereits in dieser Farbe gestrichen, auch die neuen Regale sind anthrazitfarben. „Sie werden aber nur noch 1,60 Meter hoch sein, damit man einen freieren Blick in den Markt hinein hat“, sagt Kirsten Puhlmann. Die Regale werden mehr Tiefe haben, was besser für das Einräumen von Kartons ist.

Komplett neue Raumaufteilung

Los geht es am kommenden Sonnabend, 7. September. Wenn der Markt um 20 Uhr schließt, rücken die Arbeiter an. Am Montag geht es dann weiter, die Eröffnung der neuen und vor allem vergrößerten Obst- und Gemüseabteilung ist für Freitag, 13. September, geplant. Deren Umzug ist der erste Schritt der Umbaumaßnahmen. Der Obst- und Gemüsebereich wird näher zum Eingang verlegt – dorthin, wo bisher Bücher, Zeitschriften und CDs zu finden waren. Auf dem Platz des bisherigen Obst- und Gemüsebereiches wird künftig der sogenannte „Frühstücksbereich“ sein. Dort wird allerdings kein herzhaftes Frühstück serviert, immerhin aber die Zutaten dafür – es handelt sich um die Abteilung für Tee, Kaffee, Kakao, Frühstücks­cerealien und anderes.

Dann geht es Schritt für Schritt mit dem Umbau und dem Umzug von Bereichen sowie dem Austausch der Regale weiter – vorerst bei laufendem Betrieb. „Es werden genügend Kollegen vor Ort sein, um angesprochen zu werden“, versichert die Marktleiterin. An die Kunden hat sie dennoch die Bitte, Verständnis für die Einschränkungen zu haben.

Am Sonnabend, 21. September, schließt der Einkaufsmarkt bereits um 14 Uhr. „Bis zum Abend werden alle Regale leergeräumt“, erklärt Kirsten Puhlmann. In der Folgewoche bis zum 28. September bleibt das E-Center komplett geschlossen. Am Montag, 30. September, um 8 Uhr wird Wiedereröffnung gefeiert. Im Zuge der Arbeiten bekommen die offenen Kühlmöbel, wenn möglich, Türen. Ansonsten werden die Kühlmöbel und die Theken „nicht angefasst, die sind fertig“, so die Marktleiterin.

Kunden müssen sich umstellen

Insgesamt werde der Markt nach den Umbauarbeiten „eine komplett andere Raumaufteilung haben. Die Kunden werden sich erst einmal umstellen müssen. Aber wir sind frohen Mutes, dass es ihnen gefallen wird“, sagt die Marktleiterin. So wird zum Beispiel der Mittelgang schmaler, einige Regale werden näher zur Wand gerückt, um Platz für Aktionsflächen zu schaffen. Am Kassenbereich wird sich nichts ändern, denn der wurde erst im vergangenen Jahr umgebaut.

Nicht nur baulich wird viel verändert, auch im Sortiment soll es für den Kunden Neues geben. „In der Bekleidungsabteilung haben wir neue Firmen vertreten, die auch für die Jugend interessant sind“, sagt Kirsten Puhlmann.

Größerer Sitzbereich für Café und Restaurant

Der Hauptpart der Umgestaltung soll aber erst im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Dann zieht das Friseur-geschäft in den derzeit leerstehenden Nachbarladen (früher Schreibwaren). Die Fläche des jetzigen Friseurs wird dem Restaurant- und Backshopbereich zugeschlagen. „Damit verdoppeln wir die Platzzahl auf etwa 90 und bekommen einen schönen Sitzbereich, der sich bis nach draußen zieht“, erklärt Kirsten Puhlmann. Denn geplant sind Außenplätze neben dem Haupteingang. Der Tresenbereich des Backshops wird baulich so verändert, dass er eine Ellipse bildet. Nach dem Umbau soll das Angebot des Backshops erweitert werden. „Dann wollen wir im Café auch Eisbecher anbieten, das haben wir schon lange vor.“ Ein zweites Vorhaben für 2020: Der derzeit noch separate Getränkemarkt wird seitlich zum Markt geöffnet. Kunden können dann direkt vom Getränkemarkt in den Einkaufsmarkt wechseln. Zur Modernisierung gehört zudem, dass drei neue Leergutautomaten aufgestellt werden.

In das Stendaler E-Center, das zur Edeka-Markt Minden-Hannover GmbH gehört, investiert die Edeka-Stiftung rund 1,9 Millionen Euro. Knapp 150 Mitarbeiter sind im Stendaler E-Center beschäftigt. „Bei unserem sehr guten Personal läuft alles Hand in Hand. Darum können wir ruhigen Gewissens dieses große Projekt angehen“, so Puhlmann.