Arneburg l Fast 680.000 Tonnen Zellstoff wurden produziert, teilte das Unternehmen mit. Gleichzeitig seien neue Spitzenwerte bei der Gewinnung von Bio-Nebenprodukten, wie etwa Tallöl, erzielt worden.

Der produzierte Zellstoff konnte im Jahr 2017 im Schnitt zu leicht gestiegenen Preisen verkauft werden. „Mit der hohen Produktionsleistung haben wir die aktuell gute Lage am Zellstoffmarkt genutzt“, sagte Geschäftsführer André Listemann, „und spüren dies auch deutlich positiv in unserem finanziellen Ergebnissen für 2017.“ So stiegen die Umsatzerlöse von 394 Millionen Euro im Vorjahr auf 435 Millionen Euro (plus zehn Prozent) im Jahr 2017 an. Der Materialaufwand stieg ebenfalls an, von 243 Millionen Euro im Vorjahr auf 250 Millionen Euro (plus drei Prozent). Das Jahresergebnis ist das dritte Jahr in Folge positiv. Zudem trugen Währungsumrechnungseffekte zu einem größeren Anstieg beim Jahresüberschuss 2017 bei.

Das Unternehmen bereitet sich auf weiteres Wachstum vor. So wurde im vergangenen Jahr die Genehmigung zur Erhöhung der Zellstoffproduktion auf 740.000 Tonnen erteilt. Ein kontinuierliches Wachstum sei nötig, um im globalen Wettbewerb Schritt halten zu können.

Das Hauptaugenmerk in diesem Jahr liegt auf der Generalrevision, die nach 18 Monaten im April ansteht. „Die Instandhaltungsmaßnahmen fallen in diesem Jahr besonders groß aus. Auch die Generalüberholung der großen Turbine steht an. Damit verbunden sind Produktionseinschränkungen und hohe Kosten für Reparaturen. So wird das Unternehmen aufgrund der technischen Einschränkungen im Jahr 2018 die Produktionszahlen des abgelaufenen Jahres wohl nicht erreichen“, teilte Sprecherin Sabine Schrader mit. Ein Investitionsschwerpunkt für die nächsten Jahre ist die Optimierung der gesamten Logistikkette. „Verkehre sollen verstärkt auf die Schiene gebracht und Auslastungen erhöht werden“, so die Sprecherin.

Und dann steht noch eine Namensänderung an: Aus Zellstoff Stendal wird Mercer Stendal. Der rechtliche, im Handelsregister eingetragene Unternehmensname soll vorerst aber nicht geändert werden. Mercer International, der amerikanische Mutterkonzern des 2004 in Betrieb gegangenen Zellstoffwerkes bei Arneburg, hat sich entschieden, im Laufe des Jahres seinen weltweiten Markenauftritt zu verändern. Darum soll jeder Produktionsstandort Mercer heißen, dazu wird es auch ein Logo geben.