Seehausen l Zum Finale luden wie in den Vorjahren die rührigen Mitglieder des Fördervereins in das Seehäuser Waldbad ein, um das Abbaden in geselliger Runde vorzunehmen. Zwischen 25 und 30 Enthusiasten stiegen am Sonntag in das noch recht warme Nass der Naherholungsstätte. Und das teils in lustiger und teils in historischer Badebekleidung. Die Herren auch gern in Badeanzügen mit Streifen im Look der 20er Jahre, die Damen auch mit Schirmchen als Kopf­bedeckung.

Kurz vor 10 Uhr schrieb Rettungsschwimmer Ronny Arendt die aktuellen Temperaturwerte an die Tafel: 25 Grad Luft und 22 Grad Wasser. Sommerliche Werte! So warm war die Temperatur im Becken zum Ende der Saison noch nie, erinnert sich Fördervereins-Vorsitzender Walter Fiedler. Das liege nicht nur an den zuletzt hochsommerlichen Außentemperaturen, sondern auch daran, dass wegen der durchgeführten Baumaßnahmen nicht mehr ständig neues – kaltes – Wasser hinzugeführt werden muss. „Die Maßnahmen haben sich voll bewährt, wir haben keine Wasserverluste im Becken mehr“, freute sich Fiedler, der auch für einen kleinen Spaß am Rande sorgte. Um das Wasser zum Abbaden entsprechend „abzukühlen“, warf er zwei mitgebrachte kleine „Eisbomben“ in das Becken.

Die Saison im Waldbad ist zu Ende, ein Fazit zu ziehen, sei eventuell noch etwas verfrüht. Ronny Arendt sprach von einer durchschnittlichen Badesaison, die am 1. Juni in der beliebten Stätte gestartet wurde. Eine Verlängerung der Saison würde den Aufwand nicht rechtfertigen, meinte der Fördervereinschef. Die Kommune müsse die Kosten-Nutzung-Rechnung stets vor Augen haben. Zudem sei der Vertrag zwischen der Stadt und dem Betreiber des Waldbades auf 100 Tage ausgelegt.

Das Waldbad Seehausen hat einen großen Sanierungsbedarf. Stadt und Förderverein hoffen weiterhin auf Fördergelder, um das Becken auf einen modernen Stand zu bringen.