Altenweddingen l Die Stürme der vergangenen Monate haben in Altenweddingen etliche Bäume umstürzen lassen. Diesen Verlust durch Neupflanzungen auszugleichen, haben sich örtliche Vertreter vom Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) auf die Fahnen geschrieben.

In einer ersten Aktion pflanzten Gabriele Siegel, Angelika Melcher, Petra Kowalski und Brigitte Nitschke vom BUND sowie Bernd Jende vom NABU auf dem Gelände des NP-Marktes einen ersten, jungen Baum. „Es handelt sich dabei um einen Rostnervigen Ahorn, den für uns Anke Schünemann kostengünstig besorgt hat“, sagte Gabriele Siegel, Vorsitzende der BUND-Ortsgruppe und Chefin der Initiative „Sauberes Sülzetal“. Die Kosten von 65 Euro habe die Zahnärztin bislang ausgelegt und hoffe, die Geldsumme durch Spenden refinanzieren zu können.

Wie Gabriele Siegel sagte, stamme die Baumart aus Japan. Sie ziehe daraus eine Parallele zur Atomkatastrophe in Fukushima, die Japan erschüttert habe. „Wir wollen mit dem Pflanzen des japanischen Baums auch der Opfer und Folgen der Katastrophe gedenken“, sagte sie. Auch der BUND setze sich in Deutschland gegen die Atomkraft ein. Ebenso wolle die Umweltschutzorganisation auf die Gefahren für Menschen und Umwelt aufmerksam machen, die von einem möglichen Atomendlager in Deutschland ausgehen würden, erklärte Gabriele Siegel.

Im Oktober wollen die beiden Naturschutzorganisationen in Altenweddingen weitere Bäume pflanzen, kündigten Gabriele Siegel und Bernd Jende an. Mögliche Pflanzorte sind auf dem Gelände des NP-Marktes und im Weizengrund.

Der BUND, der in der Einheitsgemeinde Sülzetal 15 Mitglieder hat, rief aus Anlass seines 25. Geburtstags in Sachsen-Anhalt eine besondere Aktion ins Leben. Unter der Überschrift „25 Jahre – 25 Bäume“ plant der BUND ab seinem Gründungstag am 16. September eine Woche lang an 25 Orten im Land Bäume zu pflanzen. Der BUND hat heute nach eigenen Angaben in Sachsen-Anhalt mehr als 2600 Mitglieder. Als „Anwalt der Umwelt“ stehe die Organisation für den Erhalt der Umwelt als natürlicher Lebensgrundlage und für eine nachhaltige Entwicklung in Sachsen-Anhalt.