Osterweddingen l Mario Schulz, Zugführer des zweiten Zuges des Fachdienst ABC des Landkreises Börde, begrüßte die insgesamt 24 Kameraden der Ortsfeuerwehren Eilsleben, Ummendorf, Langenweddingen und Osterweddingen im Gerätehaus. Diese Einheiten des Katastrophenschutzes im Kreis übten in der Einheitsgemeinde Sülzetal erstmals zusammen, berichtete Martin Kotter, stellvertretender Gemeindewehrleiter und Verantwortlicher für die Aus- und Weiterbildung.

„Ziel dieser Ausbildungseinheit war es, das Wissen um den Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern zu vertiefen und Neues zu erfahren“, sagte Kotter. So wurde den Kameraden der Gerätewagen Gefahrgut vorgestellt, der in Osterweddingen stationiert ist. Das Erkennen und Beurteilen der Kennzeichnung von Behälter- und Transportverpackungen war ein weiterer Bestandteil der Ausbildung. Dabei wurde den Teilnehmern auch die neue Kennzeichnungsnorm vorgestellt.

Nachdem das theoretische Wissen der Feuerwehrleute aufgefrischt war, begann der praktische Teil der Ausbildung. Sechs Einsatzkräfte legten Chemikalienschutzanzüge an und mussten verschiedene Aufgaben absolvieren. „Dieses Training ist wichtig, um die Fingerfertigkeit zu verbessern und sich an das eingeschränkte Sichtfeld zu gewöhnen“, schätzte Kotter ein. Diese Schutzanzüge für die Kameraden kämen immer dann zum Einsatz, wenn zum Beispiel giftige oder ätzende Stoffe aufgefangen, umgepumpt oder Leckagen abgedichtet werden müssten und die „normale“ Einsatzbekleidung als Schutz nicht mehr ausreiche.

Nach dem Mittagessen bauten die Übungsteilnehmer einen sogenannten Dekonplatz der Stufe 2 auf. Dieser diene dazu, die Chemieschutzanzüge nach der Rückkehr ihrer Träger von der Einsatzstelle vom Gefahrgut zu reinigen. „So dass die Einsatzkräfte, die die Schutzkleidung ja auch wieder ausziehen müssen, selbst nicht mit dem gefährlichen Stoff in Berührung kommen“, erklärte Kotter.

Der Fachdienst ABC ist eine Einheit des Katastrophenschutzes im Landkreis Börde und setzt sich aus vier Zügen zusammen. Der erste Zug ist für das Messen zuständig, der zweite für die Gefahrenabwehr, der dritte für die Dekontamination und der vierte Zug für den Gewässerschutz.