Siegersleben l „Das Schöne an solchen Anlässen ist ja immer, dass im Grunde das ganze Dorf auf den Beinen ist und zusammenkommt, um fröhlich zu schwatzen und vielleicht noch das eine oder andere Mitbringsel zum Schmücken oder Verschenken zu erstehen“, meint Verena Keßler von der mitausrichtenden Ortsfeuerwehr nebst Förderverein. Mit dem kleinen, aber feinen Siegersleber Adventsmarkt werde dafür die passende Vorlage in heimeligem Ambiente geliefert.

Tatsächlich war schon ein gut Teil der Einwohner Richtung Kirchplatz gepilgert, als Keßler und Ortswehrleuter Wilfried Elvert am frühen Nachmittag zum Eröffnungsgruß ansetzten und „ein paar vergnügliche Stunden mit Freunden und Bekannten“ wünschten.

Die umringenden Garagen dienten dem behaglichen „Budenzauber“, waren zu Glühweinausschank, Kuchen- und Waffelstand sowie Grillstation umfunktioniert worden. Im Räucherofen zogen Fischdelikatessen gut durch, und wem der Sinn nach noch etwas deftigerer Kost stand, der ließ sich aus dem dampfenden Kessel auftun. Aus dem Gerätehaus heraus wurde kunstvoll gestaltete Weihnachtsdekoration feilgeboten – Floristik und Kerzen oder auch beides miteinander vereint.

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Drehorgelmusik und Basteltisch

Zur familiären Atmosphäre trug zudem Drehorgelspieler Dieter Kühne aus Bodendorf bei, frei nach seiner Devise: „Mit meiner Notenbandorgel spiele ich die gute alte Zeit herbei.“ Ein schmückendes Andenken mit eigenen Händen konnte in der Kirche angefertigt werden. Positiver Nebenffekt: Im wohlig beheizten Bastelraum ließen sich auch kalte Glieder ruckzuck wieder aufwärmen. Ramona Angerstein und Silvia Kempe hatten hier Tannenzweige, Strohsterne, Glitzer, Flitter und Figuren aufgetischt, woraufhin mit Kreativität und Klebepistole schicke Gestecke entstanden – ein Angebot, das vor allem die Kinder dankbar annahmen.

Und freilich war im Vorfeld auch an das Wichtigste, sozusagen an den Dreh- und Angelpunkt des Adventsmarkts gedacht: „Unser Weihnachtsbaum auf dem Kirchplatz ist von Familie Linke aus Siegersleben gesponsert worden – vielen Dank dafür“, so Verena Keßler. Die Kameraden der Feuerwehr haben den Baum gefällt und am Bestimmungsort wieder aufgestellt.