Stadt Wanzleben - Börde l Die erste Eheschließung des Jahres steht in der Stadt Wanzleben - Börde erst für Mittwoch, 20. Januar, an. Im vergangenen Jahr gaben sich in der Einheitsgemeinde insgesamt 81 Paare das Ja-Wort, 2014 waren es 88. Das Jahr 2013 zählte noch 95 Trauungen. 2012 waren es 101, 2011 86. 2010 waren es ebenfalls 101 Paare, die sich im Stadtgebiet das Eheversprechen gaben. 2009 feierten 93 Paare Hochzeit, 2008 waren im Stadtgebiet sogar rekordverdächtige 102 Trauungen gezählt worden.

Über die Hochzeitssaison 2015 im Vergleich zu 2014 mit einer rückläufigen Anzahl von 88 auf 81 Trauungen, zeigt sich Standesbeamtin Jennifer Kotter, die ihrem Liebsten im Vorjahr das Jawort gegeben hat, dennoch zufrieden.

Die Regelung, dass Heiratswillige immer nur 14-tägig für den Sonnabend in der Stadt Wanzleben - Börde einen Termin bekommen, soll auch in diesem Jahr so beibehalten werden (siehe Infokasten). Die Sonnabend-Termine werden im Wechsel von einem der beiden Standesbeamten der Stadt Wanzleben - Börde besetzt.

Mit 22 Trauungen hatten sich die meisten Paare übrigens im September das Eheversprechen gegeben, weiß die Standesbeamtin zu berichten. Im Mai waren es 15. Damit zählt der Wonnemonat in der Jahreshochzeitsbilanz 2015 wieder bei den Heiratswilligen zu den „Top 3“ der beliebtesten Monate. Platz drei belegt mit elf Hochzeiten der August.

Mit jeweils nur einer Trauung bilden der März und der Oktober das Schlusslicht der Monatsstatistik.

Die letzte Ehe des Vorjahres wurde wie auch schon 2014 von Standesbeamten Christian Filly kurz vor Weihnachten am 23. Dezember geschlossen. Eine gleichgeschlechtliche Trauung wurde 2015 nicht vollzogen.

Für das laufende Hochzeitsjahr liegen dem Amt schon jetzt 73 Anmeldungen vor. „Dass sind mehr als in den Jahren zuvor, was uns auf ein gutes Hochzeitsjahr hoffen lässt“, erklärt Jennifer Kotter. Die zweite Trauung des Jahres ist für den 29. Februar geplant. Der Valentinstag, 14. Februar, dem Tag der Verliebten, fällt in diesem Jahr als Hochzeitswunschtermin übrigens ins Wasser. Denn er fällt auf einen Sonntag.

Der beliebteste Trauungsort in der Einheitsgemeinde war im Vorjahr wie auch schon 2014 das Wanzleber Rathaus. Hier wurden 2015 insgesamt 57 Ehen geschlossen. „Seit zweieinhalb Jahren können wir Eheschließungen nur noch im Rathauskeller anbieten, da das Trauzimmer unterm Rathausdach aus baulichen Gründen immer noch geschlossen bleiben muss“, erklärt die Standesbeamtin.

„Unser Ziel ist es, dass das Standesamt hier ab Sommer wieder seinen angestammten Platz einnehmen kann“, erklärt Wanzlebens Bürgermeisterin Petra Hort (Linke). Der Stadtrat hatte bereits im Vorjahr grünes Licht für die Sanierung des Trauzimmers gegeben. Dabei soll die Kuppeldecke zurückgebaut werden. Der Vorhaben kommt nicht von ungefähr. „Die Deckenkuppel ist hier vor schätzungsweise rund 120 Jahren nachträglich eingebaut worden. Dafür wurden Deckenbalken gekürzt. Schaut man sich die Dachkonstruktion genau an, erkennt man, dass kreuz und quer an sämtlichen Balken herumgesägt worden ist. Dabei hat die Statik an jener Stelle sehr gelitten“, hatte Bauamtsleiter Olaf Küpper berichtet. Einsturzgefährdet sei aber nichts. Als geschmackvolle Alternative soll in das Hochzeitszimmer eine Eichenbalkendecke einziehen.

In der Bilanz der beliebtesten Hochzeitsorte der Einheitsgemeinde belegt die Burg Wanzleben Platz zwei. Hier schipperten im Vorjahr 22 Heiratswillige in den Hafen der Ehe. Lediglich ein Hochzeitspaar feierte den schönsten Tag im Leben im Seehäuser Trauzimmer. In Klein Wanzleben gab es ebenfalls nur eine Trauung. Die Wanzleber Standesbeamten hatten 2015 keine Hausgeburt registriert.