Baugeschehen

Abriss am Eilsleber Rathaus, neuer Sportplatz fast fertig

Von Ronny Schoof
Beginn der Abrissarbeiten am ehemaligen Wohnhaus Schulplatz 3. Durch den freigelegten Dachstuhl sieht man den Turm der Lorenzkirche. Die Gemeinde Eilsleben ebnet das Grundstück ein, um Fläche für einen Rathausanbau zu gewinnen. Fotos: Ronny Schoof

Eilsleben

An der einen Stelle verschwindet etwas aus dem Ortsbild, an anderer kommt etwas hinzu: Neben dem Eilsleber Rathaus ist der im Vorjahr angekündigte Abriss des Hauses Schulplatz 3 im Gange, wohingegen das neu geschaffene Kunstrasengeläuf am Sportplatz verlegt und so gut wie abnahmebereit ist.

In den vergangenen Tagen fand bereits der Prolog für den Abriss zwischen den Verwaltungshäusern I und II statt, als Teile der Fassadenverkleidung sowie die Dachziegel des leergezogenen Wohngebäudes herunter genommen wurden. „Das wurde extra entsorgt, damit hatten wir auch eine andere Firma beauftragt“, gibt Bürgermeister Manfred Jordan Auskunft zum Verlauf der Arbeiten. Seit Mittwoch nun ist das eigentliche Abrissunternehmen vor Ort und der Bereich ums Rathaus weitgehend abgesperrt. Für Fußgänger besteht zwischen Schulplatz und Zimmermannplatz eine Passage entlang dem Bauzaun.

Sperrungen im Dorfzentrum

Was die verkehrstechnischen Einschränkungen betrifft, teilen Gemeinde und Verwaltung mit: „Aufgrund des Abrisses kommt es bis voraussichtlich 30. April zu Sperrungen im Bereich Schulplatz, Schulgasse und Kurze Straße.“ Das betreffe in den nächsten Tagen zunächst die Durchfahrt zwischen der Schulgasse (Verbindung zwischen Siegerslebener Straße und Schulplatz an der Lorenzkirche) und dem Eingangsbereich des Rathauses und der Kita „Arche Noah“. Somit sei „auch die Nutzung der dort vorhandenen Parkflächen eingeschränkt.“

Der zweite Abrissabschnitt werde dann eine Vollsperrung des Verbindungsstücks zwischen der Kurzen Straße (am NP-Markt entlang) und dem Schulplatz erforderlich machen. „Allgemein“, so ein weiterer Hinweis der Verwaltung, „bitten wir um besondere Aufmerksamkeit im genannten Bereich.“

Manfred Jordan geht davon aus, dass die Abrissarbeiten bis Ende kommender Woche erledigt sind. Die entstehende Freifläche soll dann übergangsweise geschottert werden. „Eventuell werden wir sie auch zeitnah pflastern“, so der Bürgermeister, „aber das ist ein Kostenfrage, die wir dann erst noch genauer prüfen müssen.“

Anbaufläche entsteht

Mittelfristiger Plan der Gemeinde ist, das Rathaus baulich zu erweitern. Aus diesem Grund sind Haus und Hof am Schulplatz 3 im Vorjahr auch auf einen mehrheitlich gefassten Ratsbeschuss hin gekauft worden. Zuvor war es Privateigentum. Auf dem nun in Eilsleber Besitz befindlichen Grundstück sollen ein Anbau fürs Rathaus inklusive Brandschutztreppe sowie Stellplätze entstehen. Wann und wie das Projekt Anbau realisiert wird, ist noch offen. Manfred Jordan: „Ich denke, das ist noch ein gutes Stück entfernt. Das müssen wir natürlich zusammen mit der Verbandsgemeinde besprechen und planen.“ Was vor allem an der Rollenverteilung liegt: Die Gemeinde ist Eigentümerin der Verwaltungsgebäude, die Verbandsgemeinde Obere Aller ist die Mieterin.

Kunstrasen verlegt

Weitgehend Vollzug hingegen hat sich am Sportplatz eingestellt, wo inzwischen der Kunstrasen auf der neuen Spielfläche verlegt worden ist. „Es fehlt jetzt noch die Sandfüllung und ansonsten sind wir mit dieser Maßnahme durch. Es hat ja auch lange genug gedauert“, meint Jordan mit Blick auf die mehrmonatige Verzögerung. Beim ersten Spantenstich Ende August war man noch von einer Bauzeit von drei bis vier Monaten ausgegangen. Eine archäologische Grabung und Probleme mit dem Untergrund zogen die Arbeiten dann doch in die kalte Jahreszeit und somit zwangsweise in eine Winterpause hinein.

Die Bauabnahme könnte laut Manfred Jordan „in vielleicht zwei Wochen“ erfolgen. Theoretisch wäre der Kunstrasenplatz dann auch direkt ohne weitere Wartezeit nutzbar. „Gern würden wir natürlich auch eine offizielle Übergabe veranstalten“, so der Bürgermeister. „Mal sehen, ob und wie wir das in der Pandemie hinbekommen.“