Osterweddingen l Im Gewerkepark Sülzetal in Osterweddingen herrscht Bewegung. Parallell zur Bundestraße B 81 entsteht – weithin sichtbar - eine weitere Großbaustelle. Diese umfasst 47 Fußballfelder, satte 45 Hektar. Neben einem Gartenbaubetrieb wird sich Amazon – ein Versandhandelsunternehmen – ansiedeln.

Im Gewerbepark entsteht Logistikzentrum

Noch zeigt sich vor aufgeschütteten Erdwällen ein mehrere Quadratmeter umfassendes schwarzes Werbeschild jungfräulich frei von Informationen zum Bauherren. Doch längst war hinter vorgehaltener Hand über den künftigen Nachbarn gesprochen worden. Auch Lutz Trümper, Bürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg, hatte sich zur Ansiedlung des Versandhändlers bereits geäußert. Jörg Methner, Bürgermeister der Gemeinde Sülzetal, informierte auf Nachfrage der Volksstimme zum aktuellen Stand der Dinge. Bisher sei es vom Unternehmer nicht gewünscht gewesen, sich diesbezüglich zu äußern, hieß es aus dem Rathaus. Die Heimlichkeit hat nun ein Ende, denn die Bautätigkeit ist offensichtlich. Man könne verfolgen, was in relativ kurzer Zeit hier im Wachsen begriffen sei, machte der Bürgermeister beim Vor-Ort-Termin mit Wirtschaftsplaner Fred Fedder deutlich. „Hier werden künftig zahlreiche Arbeitsplätze entstehen. Das kann für die Region nur gut sein. Ich schließe neben dem Sülzetal natürlich Magdeburg, Wanzleben und Oschersleben mit ein.“

„Wir können stolz darauf sein, dass es die Ansiedlungspolitik bislang geschafft hat, in Osterweddingen ein branchenbreit aufgestelltes Industriegebiet zu entwickeln, das durchaus krisenfest ist. Das Gebiet entwickelt sich neuerdings mit deutlichem Überhang in Richtung Logistik. Das ist zur Zeit der Markt mit der meisten Bewegung “, stellte Fred Fedder fest.

Der Standort Gewerbepark Sülzetal ist wegen seiner verkehrsgünstigen Lage für Investoren interessant. Längst haben Logistikbetriebe die gute Infrastuktur und Anbindung ans Verkehrsnetz für sich erkannt und auch Amazon ist das nicht verborgen geblieben. „Wir hätten es natürlich lieber gesehen, wenn sich hier in der Region Magdeburg mehr produzierende und innovative Unternehmen ansiedeln und sich hier quasi eine Metropolregion entwickelt“, richtete Bürgermeister Jörg Methner den Blick über Orts- und Kreisgrenzen in die Zukunft.