Wanzleben l Seit dem Beginn der Badesaison am 1. Juni waren sie jeden Tag im Wanzleber Freibad anzutreffen, die Frühschwimmer unter Leitung von Helga Wiegel (78), Chefin der Wanzleber Ortsgruppe der Volkssolidarität. Ob bei Regen, bewölktem Himmel oder bei Sonnenschein. Die Frauen und Männer im Seniorenalter zogen im großen Schwimmerbecken morgens ihre Bahnen, taten damit etwas für ihre Fitness und ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden.

Die Frühschwimmer hatten sich am Sonnabendmorgen zum Teil farbenfroh und lustig kostümiert, um abzuschwimmen. „Vor 20 Jahren haben wir mit dem Frühschwimmen angefangen, damals noch allein unter der Regie der Wanzleber Ortsgruppe der Volkssolidarität“, erinnerte sich Helga Wiegel. Stiegen zu Beginn zehn Schwimmer ins Wasser, sind es heute 84 Senioren, die sich am Frühschwimmen im Spaßbad beteiligen. Sie stammen nicht nur aus der Kernstadt Wanzleben, sondern kommen aus vielen Ortschaften der Einheitsgemeinde ins Spaßbad.

Engagierte Frühschwimmer

Über das Engagement von Helga Wiegel und ihrer Frühschwimmer freute sich auch Ute Kanngießer von der Interessengemeinschaft Spaßbad Wanzleben. Ihrer Einschätzung nach sei es in dieser Saison besonders gut gelungen, die beliebte Sport- und Freizeiteinrichtung noch mehr in das Bewusstsein der Menschen zu rücken. Das zeigte sich bereits in der Vorbereitung der Saison als viele freiwillige Helfer mit anpackten, um das Bad aus dem Winterschlaf zu holen und fit für den Badebetrieb zu machen. Ebenso veranstaltete die Interessengemeinschaft mit Unterstützung der Stadt Wanzleben-Börde wiederum ein Benefizschwimmen für die Mitteldeutsche Kinderkrebsforschung Leipzig. Bei der abendlichen Spaßbadparty nach dem Benefinzschwimmen hätten sich die Organisatoren jedoch mehr Interesse der Bevölkerung gewünscht. Wie Ute Kanngießer ankündigte, werde die Interessengemeinschaft in ihrem Bemühen nicht nachlassen, weiter mehr gesellschaftliches Leben in das Spaßbad als Ergänzung zum üblichen Betrieb zu bringen.

Bilder

Beim Abschwimmen dabei war auch die frühere Wanzleber Bürgermeisterin Petra Hort, die sich heute ehrenamtlich im Vorstand der Mitteldeutschen Kinderkebsforschung engagiert. In ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin war es gelungen, die Stadt Wanzleben als festen Partner der Stiftung zu etablieren. Von den Frühschwimmern konnte Petra Hort eine Spende für die Kinderkrebsforschung in Höhe von 211,50 Euro entgegen nehmen. Das Geld kam durch den Verkauf von Kuchen zusammen, den die Senioren beim Benefinzschwimmen verkauften. Wie sie weiter berichtet, habe die Stiftung im Raum Magdeburg in diesem Jahr Spenden in Höhe von fast 60 000 Euro einsammeln können. Einen großen Anteil am Erfolg habe auch der aus Seehausen stammende Dirk Weinrich, der sich ehrenamtlich als Repräsentant der Stiftung für den Raum Magdeburg einsetzt und viele Aktionen ins Leben ruft oder sie begleitet. Fester Partner sei auch der frühere Kapitän des 1. FC Magdeburg Marius Sowislo, der ehrenamtlich als Botschafter für die Mitteldeutsche Kinderkrebsforschung im Raum Magdeburg unterwegs ist.