Wanzleben l Während der Sitzung des Bauausschusses der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde am Dienstagabend verkündete Bauamtsleiter Olaf Küpper, dass wie angekündigt ein Bauphysiker den Zustand der Seehäuser Sporthalle begutachtet hat. Das Ergebnis liege bisher aber noch nicht vor. Es werde in der nächsten Woche erwartet.

Das Gutachten des Bauphysikers soll den Schädigungsgrad der Halle aufzeigen und einschätzen, ob die Sporthalle im jetzigen Zustand gefahrlos genutzt werden kann beziehungsweise eine Zwischennutzung möglich ist. „Der Ortschaftsrat Seehausen spricht sich für eine komplette Erneuerung des Hallenfußbodens aus“, teilte Küpper während der Sitzung mit.

Ergebnis entscheidet über Fußboden

Sollte der Belag in der Sporthalle entsprechend des neuen Gutachtens ausgetauscht werden müssen, würden die dafür benötigten Gelder aus dem Etat für die Stadtsanierung einfließen, so Küpper. Zwar werde davon ausgegangen, dass einen Teil der Kosten die Versicherung der Firma übernimmt, die den Wasserschaden an der Halle und damit am Hallenfußboden vermutlich verursacht hat. „Das wird aber nicht die Kosten für die gesamte Erneuerung decken, weil der jetzige Fußboden über zehn Jahre alt ist“, erklärte Küpper während der Sitzung.

Weiter nahm der Bauamtsleiter die Anregung eines Ausschussmitglieds auf, eine Zirkulationsleitung im Zuge der energetischen Erneuerung der Sporthalle zu installieren. Begründung: Weil sich die Heizung am entgegengesetzten Ende der Halle zu den Umkleideräumen befindet, würde bei jeder Dusche viel zu viel kaltes Wasser ablaufen, bevor das warme Wasser dort ankommt. Dies zu beheben wäre einer energetischen Sanierung angemessen.

Verhandelt wird außergerichtlich

So lasse sich auf lange Sicht Geld sparen. „Wenn das ohne erheblichen Aufwand möglich ist, kann man darüber nachdenken“, sagte Olaf Küpper.

Ausschussmitglied Jörg Weisel wollte zudem von dem Wanzleber Bauamtsleiter wissen, ob zur Seehäuser Turnhalle schon ein Beweissicherungsverfahren gegenüber den eventuellen Verursachern des Wasserschadens eingeleitet wurde. „Wir verhandeln immer noch außergerichtlich“, antwortete Olaf Küpper.

Die Seehäuser Sporthalle wird seit Sommer 2020 energetisch saniert. Während der Bauarbeiten entstand ein erheblicher Wasserschaden während eines starken Regengusses im Sommer.

Dachöffnung nicht richtig abgedeckt

Die Öffnung im Dach der Halle wurde im Zuge der Erneuerung von der zuständigen Firma trotz Unwetterwarnung nicht zweckdienlich abgedeckt. So konnten Unmengen an Regenwasser über die Belüftungsschlitze in den Hohlraum unter den Hallenfußboden gelangen.

Die Nutzer der Seehäuser Sporthalle befürchten indes erhebliche Langzeitschäden, unter anderem langfristige Schimmelbildung und somit eine Gefahr für die Sportler. Die Schuldfrage ist bislang immer noch nicht abschließend geklärt.