Wanzleben l Eigentlich stand das Schild, das das Betreten der Eisflächen untersagt, am Ufer des Teiches im Wanzleber Volkspark. Vor ein paar Tagen schwamm es dann unterhalb der Brücke im Teich. Fast gleichzeitig fristete ein Radwegschild hinter dem Zaun des Wanzleber Friedhofs sein Dasein – ein Ort, an dem es sicher nicht hingehört.

Keine Einzelfälle in Wanzleben

Dumme Jungenstreiche? Für Kai Pluntke als Amtsleiter Ordnung und Soziales der Stadt Wanzleben-Börde sind das jedenfalls keine Einzelfälle. „Dass Schilder umgedreht, herausgerissen, beschädigt und weggeworfen, beklebt oder beschmiert werden, haben wir häufiger“, sagt er auf Volksstimme-Nachfrage. Das Schilder verdreht werden, komme sogar beinahe täglich vor. Als besonders gravierendes Beispiel fiel ihm noch das komplette Entfernen einer Baustelleneinrichtung kürzlich ein. Schilder für die Geschwindigkeitsreduzierung, eine Engstelle oder „Achtung Baustelle“ waren plötzlich verschwunden und mussten ersetzt werden. „Auch die Lampen zur Absicherung sind begehrt“, weiß Pluntke aus Erfahrung.

Nicht immer gibts Ersatz

In solchen Fällen muss reagiert werden, aber das ist manchmal gar nicht so einfach, denn nicht alle Schilder zum Ersatz hat die Stadtverwaltung auch auf Lager. Besonders bei Schildern, die vor allem außerorts aufgestellt werden, ist das schwierig.

Ist im Stadtgebiet ein Straßenschild zu Schaden gekommen, wird nach Information von Kai Pluntke der Bauhof mit der Reparatur oder dem Ersatz beauftragt. Manchmal reicht auch Reinigungsmittel, um Schmierereien zu entfernen.

Belastungen für die Stadtkasse

Muss ein Schild repariert oder ersetzt werden, belastet das häufig die Stadtkasse, denn die Aufklärungsquote tendiert, so der Ordnungsamtsleiter, fast gegen Null. Er weist aber trotzdem darauf hin, dass es sich um Sachbeschädigung handelt, was einen Straftatbestand darstellt. Wer als Verursacher erwischt oder ermittelt wird, erhält von der Stadt einen Kostenbescheid und muss den entstandenen Schaden ersetzen.