Vandalismus

Brandstifter ziehen Spur der Zerstörung durch Marienborn

Wenige Tage vor der Landtagswahl hat sich in Marienborn ein recht heftiger Fall von „Wahl-Vandalismus“ ereignet. Unter anderem musste deshalb die Feuerwehr auf den Plan gerufen werden.

Von Ronny Schoof
Nur noch ein Häufchen Asche: Eines der abgebrannten Wahlplakate in Marienborn. Dabei wurde auch die Straßenlaterne beschädigt.
Nur noch ein Häufchen Asche: Eines der abgebrannten Wahlplakate in Marienborn. Dabei wurde auch die Straßenlaterne beschädigt. Foto: Verbandsgemeinde Obere Aller

Marienborn - Vermutlich eine Gruppe feierlustiger Zeitgenossen hatte in Marienborn angerichtet, was das Verwaltungsamt Obere Aller als „Zerstörungsspur durch den gesamten Ort“ bezeichnet und am Freitag öffentlich angeprangert hat. Die Missetaten selbst lagen da schon gut eine Woche zurück. Laut Verwaltung haben sie sich zwischen dem 26. und 29. Mai zugetragen – „und das letztlich in einer Schwere, die so nicht akzeptiert werden kann, weil es weit über Lausbubenstreiche hinausgeht“, so Verbandsbürgermeister Frank Frenkel.

Wahlplakate angezündet

So seien mehrere Wahlplakate nicht abgerissen, überklebt oder vollgeschmiert, sondern angezündet worden und restlos niedergebrannt. Allein dies stellt bereits eine Straftat dar. Was Frenkel, selbst Marienborner, obendrein besonders ärgert: „Durch die Feuer sind die Straßenlaternen in Mitleidenschaft gezogen worden und somit eben auch dauerhafte beziehungsweise kostspielige Schäden entstanden.“ Die Feuerwehr kam zwar zum Einsatz, konnte de facto jedoch nichts gegen die Kurzbrände unternehmen.

Das i-Tüpfelchen im negativen Sinn: „Auch das Randalieren inklusive Brandstiftung an der Schutzhütte im Harbker Weg sowie Zerstörungen von Baustellenabsicherungen waren das Werk dieser Helden, die man leider nur als Dummköpfe titulieren kann“, lässt Frank Frenkel deutlich wissen, was er von den Verursachern hält.

Man habe die Angelegenheit „von amtlicher Seite zur Anzeige gebracht“, teilte das Verwaltungsamt weiter mit; sie werde nun strafrechtlich verfolgt. Die Warnung dazu: „Werden Plakate-Zerstörer erwischt, drohen ihnen Geldstrafen oder sogar bis zu zwei Jahre Haft wegen Sachbeschädigung.“

Sachdienliche Hinweise – auch anonym – nimmt das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Obere Aller entgegen, Telefon: 039409/91659 E-Mail: ordnung@obere-aller.de