Wanzleben l „Tatsächlich konnte die Stadt Wanzleben-Börde nun alle Voraussetzungen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit schaffen, um den Ausbau des Glasfasernetzes im Gebiet der Einheitsgemeinde zu beginnen“, sagt Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos). Der erste Bauabschnitt betrifft die Ortsteile Klein Wanzleben, Remkersleben, Bergen, Groß Rodensleben, Hemsdorf und Meyendorf.

Freigabe für den ersten Bauabschnitt

Die Baufreigabe für diesen ersten Abschnitt sei erfolgt und der Baubeginn für April angesetzt. Dann würden in den Ortsteilen tatsächlich die Bagger rollen und der Bau des kommunalen Glasfasernetzes beginnt.

Jetzt auf den Zug aufspringen

„Im Vorfeld werden noch einmal Informationsveranstaltungen für die betreffenden Orte stattfinden“, kündigt Kluge an. Dazu informiere die Stadt auch auf ihrer Internetseite unter www.wanzleben-boerde.de sowie in den jeweiligen Schaukästen der Ortsteile. „Falls Einwohner oder Firmen noch keinen Vertrag mit der DNS:NET für einen Breitbandanschluss besitzen, aber gerne von dem Glasfasernetz der Stadt profitieren möchten, haben sie noch immer die Möglichkeit, auf den Zug aufzuspringen“, verdeutlicht der Bürgermeister. Im Wanzleber Rathaus liegen weiterhin Antragsformulare für Interessenten aus. Ebenso könnten im Internet Formulare herunter geladen werden. Gewerbliche Unternehmen bittet der Bürgermeister, zusätzlich eine kurze E-Mail an sales@dns-net.de zu senden, damit die Vollständigkeit der Daten vor Baubeginn vom Betreiber des Glasfasernetzes abschließend überprüft werden könne. Das gelte auch für Gewerbebetriebe, die noch keinen Vertrag geschlossen hätten, jedoch Interesse an einem Glasfaseranschluss haben würden. Diese Gewerbetreibenden würden von Kluge gebeten, eine Interessensbekundung abzusenden.

Hoffnung auf Wirtschaftlichkeit

„Herzlichen Dank für ihre Unterstützung bei der Herstellung einer zukunftsfähigen Glasfaserinfrastruktur in unserer Einheitsgemeinde, und für ihre Geduld auf dem steinigen Weg bis hier her“, sagt Thomas Kluge. Der Beginn des Baus des Breitbandnetzes hat sich erheblich verzögert, weil es der Stadt nicht gelungen war, die erforderliche Anschlussquote von 60 Prozent zu erreichen. Die Quote liegt immer noch bei nur 36 Prozent. Dennoch hatte sich der Stadtrat entschlossen, den Ausbau zu starten. Mit dem Beginn der Arbeiten hoffe man, noch viel mehr Anschlusswillige gewinnen zu können, um das Netz am Ende doch noch wirtschaftlich betreiben zu können.

Nach dem ersten Abschnitt nimmt die Stadt im zweiten Abschnitt die Kernstadt Wanzleben, Domersleben und Klein Rodensleben in Angriff. Der dritte Abschnitt beinhaltet die Ortsteile Blumenberg, Stadt Frankfurt, Buch, Schleibnitz, Bottmersdorf, Klein Germersleben und das Zuckerdorf Klein Wanzleben. Im vierten Abschnitt folgen die Stadt Seehausen, Eggenstedt und Dreileben, im fünften Abschnitt Hohendodeleben.

Netz bleibt kommunales Eigentum

Wanzleben hat sich der Arbeitsgemeinschaft des Landkreises „Börde-Ohre-Breitband – Das Giga-Netz“ angeschlossen. Partner bei der technischen Umsetzung des Ausbaus ist die DNS:NET Internet Service GmbH mit Sitz in Berlin. Die Kosten des Ausbaus liegen bei 22,1 Millionen Euro. Der Bund fördert den Breitbandausbau in Wanzleben mit mehr als zehn Millionen Euro. Die Differenz muss die Stadt mit Krediten abdecken. Die Refinanzierung erfolgt durch die Pacht, die der Netzbetreiber an die Stadt zahlt. Das Netz bleibt kommunales Eigentum.