Osterweddingen/Schwaneberg l Laut Fred Fedder liegen die Gemeindeverwaltung und ihre Partner voll im Plan. Bis Ende 2018 verfüge das Sülzetal über eine flächendeckende Breitbandanbindung. Im vergangenen Herbst hatte die Einheitsgemeinde per Abstimmung im Gemeinderat beschlossen, aus der AG Breitband des Landkreises auszutreten. Trotzdem war von einem so großen Bedarf an schnellem Internet ausgegangen worden, dass die Kommunikationsunternehmen MDDSL und Telekom ihre Netze in weiten Teilen des Sülzetals nun selbst aufbauen – ganz ohne Eigenmittel der Gemeinde und ohne Fördergelder.

So haben sich die Telekom und der Magdeburger Netzbetreiber MDDSL bereit erklärt, eigene Infrastrukturen für die Bereitstellung schnellen Internets aufzubauen. Während der Magenta-Konzern bereits das Gewerbegebiet in Osterweddingen und die Ortschaft Dodendorf mit Glasfaserkabel erschlossen hat, sollen nun das Neubaugebiet östlich der Dodendorfer beziehungsweise der Neuen Straße im Osten Osterweddingens unter die Fittiche genommen werden. Laut Fred Fedder ist die Netzverteilung mit der Kommune bereits abgestimmt und die Baumaßnahme schon durchgeplant.

Leitungen werden angeschlossen

MDDSL ist schon weiter. „In Schwaneberg, wo das Magdeburger Unternehmen für den Breitbandausbau verantwortlich ist, wird aktuell die Ortsnetzeinspeisung vollzogen“, erklärte Ina Stimpel, verantwortlich für die Bauleitplanung in der Einheitsgemeinde. Das heißt, dass die bisher im Ort verlegten Glasfaserleitungen mit dem Internet verbunden werden. Schon bald soll es die ersten Probeläufe geben.

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„Momentan werden die letzten Arbeiten durchgeführt“, bestätigte Carsten Stave von MDDSL gegenüber der Volksstimme. So seien die Kabelverzweiger der Telekom, das sind die grauen Schränke für Telefonleitungen, bereits mit dem Netz von MDDSL verbunden. Die Verbindung zum Strom erfolge momentan. „Damit sind die Baumaßnahmen im Ort abgeschlossen“, sagte Steve. Am gestrigen Freitag erfolgten die letzten Arbeiten zur Ortsanbindung. Somit sind nur noch die Arbeiten am Fernnetz der MDDSL notwendig. „Wir liegen gut in der Zeit, der Netzfreigabe zum ersten Quartal 2018 steht somit nichts im Wege. Wir werden im ersten Schritt 50 Megabits pro Sekunde für jeden Haushalt zur Verfügung stellen, im Zweiten Stepp sind dann 100 MB möglich“, bekräftigte der MDDSL-Mitarbeiter. Weitere Zusatzdienste wie zum Beispiel Fernsehen über Internet würden dann mit dem zweiten Schritt kommen. Viele Interessenten hätten sich listen lassen oder sogar eine Vorbestellung mit Preisvorteil vorgenommen.

Wie Fred Fedder vom der Gemeindeverwaltung weiter erklärte, wird monatlich eine Bauberatung durchgeführt. Mit dabei seien stets auch Mitarbeiter der Beratungsfirma, dem Institut I2kt. „Die hervorragende Zusammenarbeit läuft sehr konstruktiv – wir liegen voll im Zeitplan“, hob der Wirtschaftsplaner hervor. Die Nachfrage nach schnellem Internet sei riesig. „Allein bei mir gehen bestimmt sechs Anrufe pro Tag ein“, berichtet Fedder weiter. Interessierten Schwanebergern, die einen Vertragsabschluss mit MDDSL anstreben, rät er, sich am Firmen-Standort in der Magdeburger Carnotstraße Informationen zum Ausbau einzuholen. Bestimmte Fragen würden auch über die Homepage des Unternehmens beantwortet. „Einfacher ist es jedoch, wenn die Kunden direkt bei MDDSL anrufen und sich auf diese Weise beraten lassen“, meint Fedder.

Dem großen Rest der Sülzetaler rät er, sich auf der Telekom-Homepage oder in den Magenta-Shops adressgenaue Auskünfte einzuholen. „Es findet übrigens keine automatische Umstellung statt, die Leute müssen sich selbst darum kümmern“, warnt Fedder vor Untätigkeit.