Wanzleben l In ihrem Entwicklungskonzept für die nächsten Jahre hat die Stadt Wanzleben die Städtebauförderung und das Wohnen als einen Schwerpunkt ausgemacht. Im Vorfeld einer von der CDU initiierten Konferenz zu mehr Ordnung und Sauberkeit in der Einheitsgemeinde wurde die Forderung aus der Bürgerschaft laut, die Stadt solle sich mehr ihrer Kunstwerke annehmen.

Diese kleinen Denkmale entstanden zu DDR-Zeiten als Beiwerke der baulichen Gestaltung der Sarrestadt. Es waren Kunstwerke, die verschiedene bekannte Magdeburger Bildhauer geschaffen hatten und die mitunter bedeutend sind.

Idee geht auf Bürgerwunsch zurück

Unter der Überschrift „Denkmal gibt jämmerliches Bild ab“ hatte die Volksstimme im Februar auf das Schicksal der Kunstwerke in der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde aufmerksam gemacht. In Auswertung der CDU-Konferenz zu mehr Ordnung und Sauberkeit in der Stadt mussten Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos) und Ordnungsamtsleiter Kai Pluntke feststellen, dass gerade der Brunnen am Raßbachplatz in den vergangenen Jahren immer wieder das Ziel von Vandalismus und Verschmutzung gewesen sei.

„Die Nähe zur Schule führte in der Vergangenheit dazu, dass der Brunnen nur noch eine Kloake war und letztendlich mit Erde aufgefüllt und bepflanzt wurde“, heißt es in der Stellungnahme der Stadt. Leider habe die Bepflanzung keine Chance gehabt, zu wachsen. Das frische Grün sei entweder gestohlen oder zerstört worden. Deshalb habe sich die Stadt entschieden, keine Bepflanzungen mehr zu veranlassen. Das Probleme bestünden auch auf dem Rondell auf dem städtischen Friedhof, wo die Bepflanzung immer wieder gestohlen werde.

Viele Fälle von Vandalismus

Um die kleinen Kunstwerke wieder mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und um sie wieder besser aussehen zu lassen, schlägt Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge die Übernahme von Patenschaften vor. „Ich werde das Problem dem Stadtrat vortragen, damit sich die Fraktionen damit befassten können“, kündigt Kluge an.

Er könne sich vorstellen, dass Privatpersonen, Firmen oder Vereine und Verbände diese Patenschaften über die Denkmale übernehmen würden. Kluge selbst habe in Erwägung gezogen, eine persönliche Patenschaft über das Denkmal des „Wanzleber Pfluges“ zu übernehmen, das in der Ritterstraße steht. Durch die Patenschaft könne es nach Meinung des Rathauschefs gelingen, die Denkmale wiederherzustellen und zu pflegen, damit sie für die Nachwelt erhalten blieben.

Engagement für sauberes Umfeld

Kluge hat weiterhin das gesamte Erscheinungsbild der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde im Fokus. Unter der Maxime „Hingucken und mitmachen“ wolle er die Bürger aufrufen, sich an Arbeitseinsätzen zu beteiligen, um die Stadt und ihre Ortschaften und Ortsteile sauberer zu machen. Große Städte wie Magdeburg hätten vorgemacht, wie das Engagement der Bürger für ein saubereres Lebensumfeld funktionieren könne.