DRK und Jugendamt teilfinanzieren jedes Jahr ein Zeltlager für Kinder im Freibad Großalsleben

Der Pirat von heute zeltet, kämpft mit Wasserbomben und kocht sein Essen selbst

Von Vivian Hömke

Jedes Jahr organisiert das Deutsche Rote Kreuz Kroppenstedt ein fünftägiges Feriencamp für Kinder aus dem Ort. Auf dem Freibadgelände im benachbarten Großalsleben erwartete die 21 Teilnehmer auch diesmal eine bunte Mischung aus Spielen, Aktionen und Wettbewerben.

Großalsleben."Wir werden auch noch selbst Seifenblasen herstellen, dann wird die Wiese bunt", freut sich Manuela Mähnz. Zusammen mit einer Kollegin betreut sie die Kinder des Zeltlagers im Freibad Großalsleben. Basteln, Geschicklichkeitsspiele, Baden, Wettbewerbe - das Programm der Aktionswoche ist vielfältig.

"Mir gefällt am besten, dass wir baden waren und dass es leckeres Essen gibt", erzählt die siebenjährige Jolina Kretschmann. Jeden Tag bereiten alle zusammen die Mahlzeiten zu. Egal, ob Sandwiches oder Suppe - auf dem Speiseplan steht: Hauptsache gesund!

Finanziell unterstützt wird das Feriencamp vom Jugendamt des Kreises sowie dem DRK-Ortsverein. Die Zelte stellt die Verbandsgemeinde Westliche Börde zur Verfügung. "Die bleiben insgesamt sechs Wochen hier stehen und werden auch von anderen Gruppen genutzt", erzählt Manuela Mähnz. Nur für das Essen und die Materialkosten für die Freizeitaktionen müssten die Eltern selbst aufkommen.

"Die ersten Interessierten fragen oft schon am Anfang des Jahres an."

"Das Zeltlager wird immer gut angenommen. Die ersten Interessierten fragen oft schon am Anfang des Jahres an", erzählt Mähnz weiter.

Die interaktiven Freizeitaktionen kommen bei den Kleinen super an: Auf dem Plan stand in diesem Jahr zum Beispiel ein Fantasietheater. "Die Kinder haben sich den Tag über selbst ein Stück ausgedacht und es dann am Abend aufgeführt", erklärt Silvia Günther, Verantwortliche des Mehrgenerationenhauses des DRK in Kroppenstedt und zweite Betreuerin im Feriencamp.

Besonderen Spaß hatten die Sieben- bis 13-Jährigen auch beim Piratenfest am Mittwoch. Geschminkt oder verkleidet nach Seeräuberart kämpften die Mini-Piraten bei einer Wasserbombenschlacht auf hoher Swimmingpool-See oder an Land um den Sieg.

Die siebenjährige Alexa Kiolbassa gewann im Zeltlager noch etwas ganz anderes: "Ich habe hier Schwimmen gelernt", erzählt sie stolz. "Drei Tage Unterricht bis zum Seepferdchen", fügt Manuela Mähnz hinzu.

Neben einem Grillabend bei Musik und einer Schnipseljagd konnten die Kinder unter anderem auch noch ihren eigenen Schmuck basteln, bevor es am Freitagnachmittag wieder zurück nach Hause geht. "Vorher dürfen die Kinder aber noch einmal abbaden gehen", versicherte Betreuerin Mähnz.

Morgen findet im Mehrgenerationenhaus in Kroppenstedt ab 17 Uhr ein Abschlusstreffen statt. "Wir werden uns zusammen die Fotos vom Zeltlager angucken und gemütlich beisammen sitzen. Vielleicht veran- stalten wir auch einen Grillabend", erzählt Mähnz. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen.