Wanzleben l Die Anpassung der Elternbeiträge gehört zu den Maßnahmen im Konsolidierungskonzept für die Stadt Wanzleben-Börde. Das und auch zahlreiche Kostensteigerungen zum Beispiel durch die Änderung des Personalschlüssels, tarifliche Lohnerhöhungen oder gestiegene Betriebskosten seit Inkrafttreten der aktuellen Satzung im Jahr 2013 macht nun eine Änderung der Satzung über die Erhebung von Kostenbeiträgen für die Inanspruchnahme eines Betreuungsplatzes erforderlich.

Kai Pluntke als Leiter des zuständigen Sozial- und Ordnungsamtes macht diese theoretischen Beispiele an einem Zahlenbeispiel fest. Demnach kostet ein Krippenplatz für zehn Stunden insgesamt 1138,28 Euro, ein Kita-Platz für Kinder von 3 Jahre bis zum Schuleintrittsalter für zehn Stunden 600,61 Euro und ein sechsstündiger Hortplatz 439,38 Euro pro Monat. „Nach dem Kinderförderungsgesetz sind die Eltern an den Kosten zu beteiligen, wir als Stadt müssen mindestens 50 Prozent tragen“, erklärt der Amtsleiter. Er verweist darauf, dass die Kommunalaufsicht der Stadt empfohlen hat, ihren Anteil auf 50 Prozent zu begrenzen.

Elternanteil steigt auf 40 Prozent

Nach der bisher geltenden Satzung lag der Kostenanteil der Eltern nach Abzug der Zuschüsse vom Land und vom Landkreis im Schnitt bei 29,9 Prozent pro Betreuungsplatz. Nach der Rechnung sieht es Kai Pluntke als vertretbar an, den Kostenanteil der Eltern auf 40 Prozent zu erhöhen. So liege der Anteil der Stadt pro Betreuungsplatz im Durchschnitt immer noch bei 60 Prozent.

Für einen 10-Stunden-Krippenplatz bedeutet das konkret einen Anstieg des Elternanteils von derzeit 195 auf 200 Euro und für einen Kita-Platz eine Steigerung von 150 Euro derzeit auf 156 Euro künftig. Aufgrund der hohen Platzkosten und geringerer Zuschüsse im Hortbereich müssen die Beiträge für einen Hortplatz, der zukünftig immer einen Umfang von sechs Stunden täglich hat, deutlich angehoben werden – nämlich von 70 Euro auf 98 Euro im Monat.

Stadtrat soll im Juni entscheiden

Außerdem sind in dem neuen Satzungsentwurf die Möglichkeiten für die Inanspruchnahme der Betreuung differenzierter dargestellt. Es gibt nicht mehr wie bisher ein 5-, 8- oder 10-Stunden-Modell, die Eltern können jetzt zwischen vier und zehn Stunden täglich stündlich variieren – zu unterschiedlichen Kosten.

Jetzt haben die Ausschüsse des Stadtrates, Ortschaftsräte und auch die Elternvertreter in der Stadt Wanzleben-Börde das Sagen. Am 15. Juni soll die Satzung dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt werden, damit sie zum neuen Schuljahr wirksam werden kann.