Altenweddingen l Das Ferdinand-Döbbel-Haus in Altenweddingen gehört zu den ältesten Häusern im Ortskern des Bördedorfes. Schon etliche Jahre ist die Notwendigkeit bekannt, den Giebel des unter Denkmalschutz stehenden Hauses zu sanieren. Immer fehlte der Kommune, in deren Besitz das Haus ist, das nötige Geld für die Bauarbeiten.

Mit Hilfe von Fördermitteln aus dem europäischen Leader-Programm kann die dringend notwendige Sanierung des Fachwerkgiebels nun in Angriff genommen werden. Bereits im Jahr 2016 hatte die Gemeinde einen Antrag auf Fördermittel gestellt und den Antrag in diesem Jahr um eine Stellungnahme der Kommunalaufsicht ergänzt. Schließlich erhielt die Gemeinde Sülzetal im August dieses Jahres den Zuwendungsbescheid. Dieser sagte ursprünglich aus, dass die Maßnahme bis Oktober erledigt sein müsse.

Um den Förderzeitraum einzuhalten, wurden Planer und Statiker gesucht, Angebote abgefordert und Leistungen vergeben.

Während eines Ortstermines mit einem Bausachverständigen sei die Sanierung des Giebels als unbedenklich eingestuft worden, jedoch folgte die Empfehlung, einen Sachverständigen für Holzschutz am Projekt zu beteiligen. „Somit stellte die Gemeinde vorsorglich den Antrag auf Verlängerung des Förderzeitraumes. Diesem Antrag wurde stattgegeben. Wir erhielten die Zusage, dass wir nun Zeit bis Mai des nächsten Jahres hätten, um das Projekt in Angriff zu nehmen und zu realisieren“, erklärt Fred Fedder, Leiter des Bürgermeisterbüros der Gemeinde Sülzetal.

Auch vom Holzsachverständigen sei die Giebelsanierung als unbedenklich eingestuft worden. Allerdings gab er den Hinweis, vor der eigentlichen Sanierung die unteren Schwellen des Giebels freizulegen, um den Zustand des tragenden Elementes besser einschätzen zu können oder um gegebenenfalls schadhafte Stellen auszutauschen.

Um Kosten zu sparen, könnten Mitarbeiter des Betriebshofes der Kommune möglicherweise das Entfernen des Putzes übernehmen. Das sei bislang noch nicht möglich gewesen, da es auch in der Gemeinde Sülzetal etliche Sturmschäden zu beseitigen gilt und diese Arbeiten als vorrangig eingestuft seien.

Die Sanierung des Giebels am Döbbel-Haus ist im Übrigen das einzige kommunale Projekt der Gemeinde Sülzetal im aktuellen Förderzeitraum des Leader-Programms. Das Sülzetal gehört zur Lokalen Leader-Aktionsgruppe „Bördeland“ Nach dem Einzug des Ortsbürgermeisterbüros in das Döbbel-Haus, das bis dato nur vom Heimatverein Altenweddingen genutzt wurde, ist die Fachwerksanierung keine reine freiwillige Aufgabe mehr, das denkmalgeschützte Haus, zu erhalten. Es handelt sich um ein multifunktionales Gebäude, welches die Gemeinde braucht, um ihre Aufgaben zu erfüllen.

Für die Sanierung des Giebels wurden ursprünglich 23.500 Euro als Kosten veranschlagt. Aus dem Leader-Fördertopf fließen 17.500 Euro in das Projekt.