Wanzleben l Zehn junge Frauen und Männer haben an drei Wochenenden in der Geschäftsstelle des DRK-Kreisverbandes Wanzleben in der Lindenpromenade die Schulbank gedrückt. In ihrer Freizeit erlernten sie das Einmaleins der Ersten Hilfe in Theorie und Praxis. Jetzt hat das Rote Kreuz den ehrenamtlichen Retternachwuchs in den Dienst übernommen. Sie verstärken damit den Sanitätsdienst und sind ehrenamtlich zum Wohle der Allgemeinheit im Einsatz. Als Zeichen ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung bekamen die Sanis Urkunden und ihre für das DRK typische Einsatzkleidung.

Arbeit gibt es genug

„Katastrophen wie Zugunglücke, Chemieunfälle, Hochwasser oder schwere Stürme, zeigen uns immer wie verletzlich auch unsere hochzivilisierte, moderne Gesellschaft sein kann“, sagt Stephan Dill, Abteilungsleiter Hilfsgesellschaft, Kinder, Jugend und Soziales beim DRK-Kreisverband Wanzleben. Umso wichtiger sei es, einen einsatzbereiten Sanitätsdienst vorzuhalten, der den Menschen in Not schnell und fachkundig helfen könne. Ebenso wichtig wie gute Einsatzmaterialien und Fahrzeuge seien Helfer aus der Bevölkerung, die die Einsatzeinheiten des Sanitätsdienstes, den Sanitätszug, die Schnell-Einsatz-Gruppe „Rettung“ und die Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes personell verstärken.

„Mitglied im Sanitätsdienst zu sein, heißt aber viel mehr als nur das Warten auf den Ernstfall“, verdeutlicht Dill. Die Helfer haben das ganze Jahr über die Möglichkeit, bei der Absicherung von Veranstaltungen in der Motorsport Arena Oschersleben, Volksfesten sowie Reit- und Sportturnieren mitzuwirken.

Lehrgang ist Bedingung

Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Sanitätsdienst ist die Teilnahme am Sanitätsdienstlehrgang. Die zehn neuen DRK-Sanitäter haben während ihrer Ausbildung in Theorie, Praxis und Recht alles Wichtige rund um das Thema medizinische Erste Hilfe von Lehrkräften vermittelt bekommen. „Fast alle der neuen Sanitäter werden ab sofort den Sanitätsdienst des DRK-Kreisverbandes Wanzleben unterstützen, der nicht nur für Katastrophen sondern auch im Alltag für die Absicherung von Volks- und Heimatfesten vorgehalten wird“, freut sich Dill über die Verstärkung der ehrenamtlichen Reihen.

Grundsätzlich kann jeder Interessierte ab dem 16. Lebensjahr an diesem Lehrgang teilnehmen. Für Interessenten, die im Anschluss aktiv im Sanitätsdienstlehrgang mitwirken wollen, ist die Teilnahme kostenlos. „Selbstverständlich sind auch die Kameraden der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes gern gesehen“, verdeutlicht Stephan Dill. Der nächste Lehrgang findet im Oktober 2019 statt.