Spielplatz

Ein Projekt für ganz Domersleben

Der Förderverein Domersleben hat große Pläne, die nun bald in die Tat umgesetzt werden sollen.

Von Jasmin Teut

Domersleben l Der Förderverein Domersleben will in diesem Jahr gleich mehrere geplante Projekte in die Tat umsetzen. Neben anderen Vorhaben soll ein Mehrgenerationenspielplatz auf dem Schafhof entstehen.

„Es soll wieder ein zentraler Treffpunkt für alle Einwohner werden“, teilte Cindy Kramer, Vorstandsmitglied des Fördervereins Domersleben, in einer Pressemitteilung mit. Für die Projekte hat der momentan 20-köpfige Verein mit Unterstützung der Leader-Aktionsgruppe Bördeland schon im vergangenen Jahr Anträge beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) und beim Netzwerk Stadt-Land Fördermittel gestellt und auch teilweise bewilligt bekommen, heißt es weiter.

Aber was ist eigentlich genau geplant? Das Geld soll für den Schafstall genutzt werden. So soll eine Heizungsanlage eingebaut werden und die Dämmung der Decke steht auch auf dem Plan. Für die anstehenden Arbeiten hat der Förderverein bereits den Bewilligungsbescheid vom ALFF Mitte in Wanzleben bekommen.

Mit der neuen Heizung und Dämmung kann der Schafstall ganzjährig genutzt werden. Dies sei wichtig, da es ein Ort sei, an dem jedes Jahr viele Veranstaltungen stattfinden. Darunter zum Beispiel Mai- und Oktoberfeste, aber auch Hochzeitsfeiern, Einschulungen oder Geburtstagsfeiern. Der Schafstall bietet 450 Personen Platz, mit der neuen Heizungsanlage in Zukunft auch in den kälteren Monaten.

Die Kosten dafür betragen rund 57 000 Euro. Davon sollen 75 Prozent gefördert werden, teilte Cindy Kramer mit. „Der Umbau wird in Kürze beginnen“, sagte sie und soll auch dieses Jahr abgeschlossen sein. So auch das Bauvorhaben für den Mehrgenerationenspielplatz. Die Bauarbeiten sollen Mitte dieses Jahres starten. Das Konzept, wie der Platz am Ende aussehen wird, steht schon fest. Um die Einwohner trotz Corona und der Kontaktbeschränkungen über das Vorhaben zu informieren, hat der Verein eine Informationstafel auf dem Schafhof aufgestellt. Dort können sich die Domersleber einen ersten Eindruck verschaffen, was wie und wo geplant ist.

Unter anderem soll es eine Netzschaukel geben, Sitzmöglichkeiten aus Holzstrohballen oder auch ein Spieltraktor mit Rutsche. Am Anfang der Planungen für den Spielplatz konnten die Einwohner noch mitentscheiden. „In drei Workshops konnten sie Vorschläge machen für die Bepflanzung oder welche Spielgeräte es geben soll“, sagte Kramer. Danach kam allerdings die Corona-Pandemie und der Verein entwickelte zusammen mit dem Büro „Ihr Freiraumplaner“ das endgültige Gestaltungskonzept, da zu dem Zeitpunkt keine Treffen mit den Einwohnern mehr möglich waren. Kostenpunkt für den Spielplatz: rund 60 000 Euro für die erste Umsetzungsphase.

Für den Förderverein Domersleben bedeutet das, dass er für beide Projekte etwa 30 000 Euro selbst beisteuern muss. Dies sei für den Verein vor allem unter Corona-Bedingungen mehr als eine Herausforderung. Schließlich wird alles überwiegend durch Spenden finanziert. Da auch keine Veranstaltungen im Schafstall stattfinden können, fällt auch diese Einnahmequelle weg. Eigentlich war auch der Gewerbefrühschoppen geplant gewesen, bei dem den Handwerkern und Firmen aus dem Dorf das Projekt vorgestellt werden sollte, um so ihre Unterstützung zu bekommen. Dies ist zunächst nicht möglich und so hat Kramer Schreiben aufgesetzt, die an die Unternehmen weitergeleitet werden sollen, um so im Dialog miteinander bleiben zu können.

Der Verein hofft weiterhin auf die Unterstützung durch Spenden, doch nicht nur finanziell braucht der Förderverein Hilfe. „Wir suchen auch Firmen, die uns zum Beispiel einen Radlader zur Verfügung stellen würden“, sagte Kramer. So müssten auch Betonplatten teilweise entfernt und entsorgt werden. Ebenfalls sind sie auf der Suche nach tatkräftigen Helfern, die sich um den Schnitt des Efeus kümmern oder auch die Mauern verschönern möchten.

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