Gartenlandschaften

Ein Tag voller Gartenträume in Groß Rodensleben

Am Tag der offenen Gärtenbrachten die Familien Hodolitz in Hadmersleben sowie Antje und Berthold Fricke in Groß Rodensleben mit ihren Traumgärten viele Besucher zum Staunen.

Von Yvonne Heyer
Antja und Berthold Fricke haben unter ausladenden Ramblerrose zahlreiche Gespräche mit Besuchern ihres Traumgartens geführt. Vielfach wurde der Garten immer wieder umgestaltet und so gibt es hier alljährlich neues zu entdecken.
Antja und Berthold Fricke haben unter ausladenden Ramblerrose zahlreiche Gespräche mit Besuchern ihres Traumgartens geführt. Vielfach wurde der Garten immer wieder umgestaltet und so gibt es hier alljährlich neues zu entdecken. Foto: Yvonne Heyer

Groß Rodensleben/Hadmersleben l Die Rosenfreunde aus Haldensleben haben in diesem Jahr wieder Hobbygärtner aufgerufen, ihre Gärten zum „Tag der offenen Gärten“ für Besucher zu öffnen. Zu den 14 Gartenliebhabern die in ihre grünen Oasen Besucher einluden, gehörten Waltraud, Johann und Nick Hodolitz aus Hadmersleben sowie Antje und Berthold Fricke aus Groß Rodensleben. Zahlreiche Gartenfreunde aus der weiteren und näheren Umgebung nahmen die Einladung gern an.

„Dieses Gartenparadies hätten wir gar nicht hinter diesem Gartentor vermutet“, dieser Satz wurde im Garten von Familie Hodolitz mehrfach ausgesprochen. Auf mehr als 1000 Quadratmetern unterteilt sich der Garten in mehrere Bereiche. Seit 1973 wohnt die Familie auf dem Grundstück, früher wurde viel Gemüse angebaut. Nach der Wende entstand Stück für Stück ein wahres Gartenparadies. Die Eltern haben den Grundstock gelegt, heute packt Sohn Nick mit zu. Er sieht sich als Kakteenspezialist. „Mutter plant, Vater schneidet“, meint Nick Hodolitz. Er sieht den Garten nicht als Arbeit. „Dann macht es keinen Spaß mehr“, ist er überzeugt.

Seit sechs Jahren beteiligt sich die Familie am Tag der offenen Gärten. Viele Besucher kommen immer wieder und stellen dann fest, dass es wiederum Neues zu entdecken gibt. So musste eine Einfriedungsmauer abgerissen werden. Die Steine wurden selbstverständlich nicht weggeworfen, zieren stattdessen heute den Grillplatz.

Aus Oschersleben haben sich Ursula Burba und Doris Schrader mit dem Fahrrad auf nach Hadmersleben gemacht. Auch, um Ideen zu sammeln, um sich inspirieren zu lassen, wie sie sagen. Auf der Philosophenbank finden sie ein schattiges Plätzchen und lassen den Garten auf sich wirken.

„Bin im Garten“ – ist am Tor der Familie Fricke in Groß Rodensleben zu lesen. Und schon steht der Besucher auf einem Hof mit prachtvollen Hortensien, vielfältig bepflanzten alten Badewannen, einer gemütlichen Sitzecke, umrankt von Kletterrosen. Der Hof ist aber erst ein kleiner Vorgeschmack auf den eigentlichen Traumgarten. Darauf verweist ein Schild mit dem Hinweis: „Antjes Traumgarten“ – immer nur dem Pfeil nach.

Viele, viele Besucher haben am vergangenen Wochenende in Antje Frickes Traumgarten unter der weitläufig rankelnden Ramblerose „Bobby James“ gestanden und haben mit der Hobby-Gärtnerin den Blick über ihre grüne Oase schweifen lassen. „Hier gibt es immer wieder Neues zu entdecken“, das können Gabi und Holger Warnecke aus Magdeburg behaupten, die schon etliche Jahre zum Tag des offenen Gartens zu Antje und Berthold Fricke kommen.

Ja, der Ehemann der begeisterten Hobbygärtnerin kann ein Lied davon singen, dass Antje Fricke immer neue Ideen hat, die sie dann gemeinsam umsetzen. Über viele Jahre hat das Ehepaar den einstigen Bauernhof umgekrempelt. Einige Fotobücher berichten darüber, wie alles begann. Die Wintermonate, wenn die Gartenarbeit ruhen muss, sind nichts für Antje Fricke, ihre Hände können nicht ruhen. Andererseits holt sie sich dann in Zeitschriften Inspirationen für neue Ideen.