Fahrradprüfungen

Etliche Sicherheitsmängel an den Drahteseln der Kinder in der Einheitsgemeinde

Die Regionalbereichsbeamten der Polizei in der Einheitsgemeinde Wanzleben haben an allen Grundschulen die Fahrradprüfungen abgenommen. Größere Probleme sind dabei nicht aufgetaucht. Es gab aber einige Mängel an Fahrrädern der Kinder, die teilweise die Verkehrssicherheit beeinträchtigen und die Eltern vermeiden sollten.

Von Christian Besecke 08.07.2021, 15:58 • Aktualisiert: 09.07.2021, 10:32
Die Regionalbereichsbeamten Carola Gusinde und Peter Zaehle kontrollieren die Räder Kinder in der Domersleber Grundschule.
Die Regionalbereichsbeamten Carola Gusinde und Peter Zaehle kontrollieren die Räder Kinder in der Domersleber Grundschule. Foto: Hagen Uhlenhaut

Wanzleben - Im Großen und Ganzen gibt es von den beiden Polizei-Hauptmeister Peter Zaehle und Carola Gusinde Lob für die Eltern, die größtenteils ihre Zöglinge mit verkehrssicheren Fahrrädern losschicken. Dennoch gab es auch Mängel, die die Beamten bei der Abnahme der Fahrradprüfungen entdeckt haben.

„Es ist aber generell so, dass wir eine Schule durchaus zwei Mal besuchen“, erzählt Peter Zaehle. „Beim ersten Termin werden die Räder schon einmal gesichtet, die dann auch bei den Prüfungen verwendet werden.“ Dabei geht es darum, die Verkehrssicherheit zu ermitteln und kleinere Mängel zu beanstanden, die dann zum Prüfungstag abgestellt sein müssen. „Es ist wichtig, dass speziell die Eltern dafür sorgen, dass ihre Kinder ungefährdet am Straßenverkehr teilnehmen können“, sagt der Polizist. Gerade die Sicherheit am Rad sei da sehr wichtig. Nur so können die Kleinen mit guten Voraussetzungen am Straßenverkehr teilnehmen.

Vorfahrtsregeln undder Schulterblick

Nicht alle Eltern sind da besonders aufmerksam, daher seien die Kontrollen durchaus angebracht. Da kommt bei fünf Grundschulen im Gebiet der Einheitsgemeinde einiges zusammen. In diesem Jahr konnten die Beamten nahezu wie gewohnt an allen Lehranstalten in Domersleben, Wanzleben, Klein Wanzleben und Hohendodeleben ihre Aufgaben erfüllen.

Das war im zurückliegenden Pandemiejahr nicht unbedingt gegeben. Da fielen die Prüfungen nämlich aus, und auch das Landesschulamt hatte veranlasst, dass sie nicht in die Bewertung kamen. In diesem Jahr ist aber wieder alles normal, die Beamten haben alle Schulen aufgesucht und die so wichtigen Prüfungen vorgenommen. In Seehausen waren sie schon im September 2020.

„Um die Theorie kümmern sich die jeweiligen Schulen selber“, sagt Peter Zaehle. „Die steht in diesem Jahr wieder auf dem Lehrplan, und es gibt auch Noten dafür.“ Wenn die Polizisten dann in die Schulen kommen, gibt es oft noch einmal eine kleinere theoretischen Einweisung. Im Blickpunkt stehen aber die Technik und das entsprechende Verhalten im Straßenverkehr.

Dazu müssen die Kinder zeigen, dass sie die Vorfahrtsregeln kennen und wie sie sich beim Abbiegen verhalten. „Ganz wichtig ist auch der Schulterblick“, betont Zaehle. Es kommt vor, dass die Kinder deswegen schon einmal durch die Prüfung rauschen, aber eher selten. Dann können sie diese aber noch einmal absolvieren.

Hauptaugenmerk haben für die beiden Polizisten aber die Räder an sich. „Etwa 50 Prozent der vorgestellten Räder sind Mountainbikes“, erzählt Peter Zaehle. „Die sind meist nicht vollständig ausgestattet.“ So fehlen oft die Reflektoren an den Zweirädern. Die müssen neu angeschafft und entsprechend angebaut werden. Bremsen und das Licht stellen eigentlich kein Problem dar. Es kommt aber durchaus vor, dass ein Kind eine noch fehlende Lampe mit zum Prüfungstermin bringt. Die bauen die kulanten Beamten dann durchaus vor Ort mit an.

Mehr Eigenverantwortungfür die Eltern

Bei allem Entgegenkommen, die neu erworbenen Räder entsprechen nur zu oft nicht der Straßenverkehrsordnung. „Darauf sollten Eltern unbedingt achten“, äußert sich der Polizist. „Sie sind letztendlich dafür verantwortlich, dass die Kinder entsprechend ausgestattet in den Straßenverkehr gehen.“

Das und das Können der Knirpse zu überprüfen, ist auch der Sinn einer Fahrradprüfung für die Schüler der vierten Klassen. „Wir können da natürlich nicht allen ihre Sorgen abnehmen“, sagt Peter Zaehle weiter. „Die Fahrräder sollten regelmäßig überprüft werden.“

Ganz schnell sei einmal ein Reflektor abgebrochen und müsse dann unbedingt erneuert werden. Eltern sollten sich ganz einfach mehr Zeit für ihre Kinder und die von ihnen verwendeten Drahtesel nehmen. „Das ist für so einige Leute nicht ganz so einfach, aber letztendlich dient die Überprüfung ganz einfach der Sicherheit“, fügt der Beamte hinzu.