Eilsleben (vs) l Das überraschte wohl selbst die Beamten der Bundespolizei. Am Montagnachmittag (19. Oktober) gegen 17.30 Uhr kontrollierte eine Streife einen 33-jährigen Mann am Eilslebener Bahnhof. Dabei glichen die Polizisten die Personalien des Mannes auch mit vorhandenen Daten im polizeilichen Fahndungssystem ab. 

Dabei kam heraus, dass der Kontrollierte derzeit von den Staatsanwaltschaften aus Aurich, Düsseldorf, Duisburg und Nürnberg-Fürth gesucht wird. "In allen vier Behörden laufen Ermittlungsverfahren wegen Leistungserschleichungen gegen den Mann", heißt es im Bericht der Beamten.

Dem ganzen Sachverhalt wurde dann noch die Krone aufgesetzt. Denn von der Staatsanwaltschaft in Heidelberg lag außerdem ein sogenannter Vollstreckungshaftbefehl vor. "Demnach wurde der Gesuchte im September 2020 ebenfalls wegen mehrfachen Erschleichens von Leistungen durch das Amtsgericht Heidelberg zu einer Geldstrafe von 3400 Euro oder 170 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt", berichtet die Polizei.

Da der 33-Jährige bisher weder die Geldstrafe zahlte, noch sich dem Strafantritt stellte und verschwand, kam es zur Ausstellung des Haftbefehls. So nahmen ihn die Bundespolizisten am Montag fest. Weil er die Geldstrafe vor Ort nicht aufbringen konnte, wurde der Gesuchte in die Justizvollzugsanstalt Burg gebracht. Die fünf Staatsanwaltschaften wurden über den Verbleib des Mannes informiert.