Klein Wanzleben l Aus bislang unbekannter Ursache ist am frühen Mittwochmorgen um 0.25 Uhr ein Feuer in einem Klein Wanzleber Lagerhaus in der Remkerslebener Straße ausgebrochen. Hunderte Tonnen Futtermittel für Tiere verbrannten in der 1200 Quadratmeter großen Halle. Ebenso ging ein Radlader, der in der Halle stand, in Flammen auf. Die Polizei bezifferte gestern den entstanden Sachschaden auf mindestens 150.000 Euro. Die Ermittlungen der Polizei zur Ursache des Feuers dauern noch an.

Zur Brandbekämpfung rückten etwa 100 Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen von mehreren Wanzleber Feuerwehren nach Klein Wanzleben aus. „Als wir am Einsatzort eintrafen, stand das Futtermittel in der Lagerhalle bereits voll in Flammen“, berichtete Henning Helmecke von der Freiwilligen Feuerwehr Klein Wanzleben. Um das Feuer wirksam zu bekämpfen, kamen auch zwei Drehleitern zum Einsatz, um das Löschwasser von oben auf das Flammenmeer zu spritzen.   Die Hitze der Feuers brachte trotz der sofort eingeleiteten Löschmaßnahmen das Dach der Lagerhalle zum Einsturz. „Die Brandmauern haben aber stand gehalten“, sagte Helmecke. Die Feuerwehrleute konnten ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude verhindern. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner in Klein Wanzleben aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Löschwasser aus Graben gepumpt

Nach den Worten von Stadtwehrleiter Burkhard Wegner, der den Einsatz in der Nacht leitete, rückten zur Brandbekämpfung Angehörige der Feuerwehren Klein Wanzleben, Wanzleben, Remkersleben, Domersleben, Seehausen, Bottmersdorf, Klein Germersleben, Eggenstedt und Dreileben an. Zusätzlich kam die Drehleiter der Feuerwehr Osterweddingen aus dem Sülzetal zum Einsatz. Die Besatzung eines Rettungswagens stand zur Absicherung des Einsatzes bereit.

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Zum Löschen mussten die Feuerwehrleute große Mengen an Wasser einsetzen. Wie Stadtwehrleiter Wegner sagte, seien die beiden jeweils 100 Kubikmeter fassenden Löschwasserzisternen ständig aufgefüllt worden. Dazu mussten die Kameraden eine etwa 700 Meter lange Schlauchstrecke zum Geesgraben aufbauen, um aus dem Bach Wasser an die Einsatzstelle zu pumpen.

Unternehmen dankt Wehren

Der Einsatz der Feuerwehrleute dauerte bis gegen Mittag an. Beschäftigte des Klein Wanzleber Lagerhauses transportierten mit Radladern das noch schwelende Futtermittel aus der Halle. Sie kippten es auf einen Lagerplatz, wo Feuerwehrleute die darin befindlichen Glutnester löschten. Auch in der Halle löschten Kameraden noch Glutnester ab.

„Unsere Wertschätzung gilt den vielen freiwilligen Feuerwehrmännern und –frauen, die mitten in der Nacht durch den Alarm aus den Betten gerissen wurden und durch ihren selbstlosen Einsatz ein Ausbreiten des Brandes verhinderten. Dieses uneigennützige Engagement für die Gesellschaft ist nicht hoch genug einzuschätzen und verdient allerhöchsten Respekt und Anerkennung“, sagte Anja Richter von der Lagerhaus Klein Wanzleben GmbH &Co KG, dem Unternehmen, dem die abgebrannte Halle gehört. Ein weitaus höherer Sachschaden sei durch das kompetente Eingreifen und das reibungslose Hand-in-Hand-Arbeiten der Feuerwehren vermieden worden. Die Firma spreche alle Feuerwehrleuten ihren tief empfundenen Dank aus.